Eisvogel Foto: R.Stankewitz
   
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NAJU Langenhagen tritt für das Klima in die Pedale

Finn Jüngling ist Kapitän des Teams
Finn Jüngling ist Kapitän des Teams
NAJU Langenhagen beim Stadtradeln
2017                           (Foto: Jüngling)
Seit dem 28. Mai sammelt die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen wieder Kilometer bei der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“. Ziel des Wettbewerbes ist es, möglichst viele Menschen dafür zu begeistern, mit dem Rad statt dem Auto zu fahren und sich so aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. 17 Mitstreiter um Kapitän Finn Jüngling radelten in der ersten Woche bereits 766 Kilometer und sparten somit 108,7 kg CO2 ein.

Ansporn für die Jugendlichen ist dabei auch der direkte Vergleich innerhalb des eigenen Teams und der Vergleich mit den anderen angemeldeten Gruppen aus Langenhagen. In einem Radelkalender tragen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre Ergebnisse online ein. Dort können sie direkt sehen, was sie aktiv für den Klimaschutz getan haben und welches Team in ihrer Kommune gerade bei den geradelten Kilometern die Nase vorn hat.

In diesem Jahr liegt die NAJU nach einer Woche in der Rubrik mit den meisten Teilnehmern und Teilnehmerinnen auf Platz 1. Nach absoluten Kilometern gerechnet radelt das Team im Mittelfeld und liegt auf einem guten fünften Platz. Da jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, Kohlendioxid-Emissionen vermeidet und so zum Klimaschutz beiträgt, werden die Jugendlichen auch in Zukunft gerne in die Pedale treten.

Mehr zur Aktion „Stadtradeln“ in Langenhagen ist auf folgender Homepage zu finden: https://www.stadtradeln.de/langenhagen/
 

 
»Für einen Strich mehr in der Landschaft« - Pflegeeinsatz bei den letzten Kreuzkröten Hannovers


Gemeinsam mit der NAJU Hannover und der Helfen AG des Gymnasiums Langenhagen pflegte die NAJU Langenhagen Kleingewässer an der Kugelfangtrift (Foto: Katja Woidtke)
Auf den Magerrasenwiesen an der Kugelfangtrift ist das letzte Vorkommen der Kreuzkröte in Hannover zu finden.

Gemeinsam mit der NAJU Hannover und der Helfen AG des Gymnasiums Langenhagen traf sich die Naturschutzjugend des NABU Langenhagen dort Anfang Februar an den Kleingewässern, um bei einem Pflegeeinsatz den Lebensraum der seltenen Amphibie zu erhalten.

Im Rahmen des Projektes »Für einen Strich mehr in der Landschaft« sollen auch in Langenhagen passende Lebensräume für eine Wiederansiedlung der Kreuzkröte geschaffen werden.


Die Kreuzkröte zählt zu den streng geschützten Arten gemäß Bundesnaturschutzgesetz und ist auf der Roten Liste der gefährdeten Amphibien in Niedersachsen inzwischen in der Kategorie 2 als "stark gefährdet" geführt. Ein typisches Erkennungsmerkmal für sie ist der gelblich-weiße Streifen auf ihrem Rücken. An der Kugelfangtrift sind während der Laichzeit von April bis Mai die beeindruckenden Konzerte der Froschlurche zu hören. Ihr Ruf schallt dabei mehrere hundert Meter weit. Da Kreuzkröten auf flache, vegetationsarme und besonnte Tümpel als Laichgewässer angewiesen sind, wurden während des mit der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bereich Bundesforst abgestimmten Pflegeeinsatzes an drei Kleingewässern Birken, Weiden und Erlen an den Ufern entfernt. Bereits im letzten Jahr hatte die Helfen AG des Gymnasiums Langenhagen hier gute Vorarbeit geleistet. Mit vereinten Kräften wurden nun die Wurzeln gerodet. Dabei entstanden auch offene Bodenstellen mit lockerem Boden, die die Kreuzkröte zum Eingraben benötigt.

Bevor es zur abschließenden Mittagspause mit Gemüseeintopf, Tee und Kuchen ging, brachten die Helfer das Holz an den Wegerand, von wo es vom Landschaftspflegehof der Region Hannover abtransportiert werden wird. „Der Pflegeeinsatz war ein voller Erfolg und hat mit der Gruppe viel Spaß gemacht. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren“, freute sich Einsatzleiter Ricky Stankewitz abschließend über die gelungene Aktion. Ende Mai können sich die Jugendlichen bei einer weiteren Tour an die Kleingewässer vom Erfolg ihres Einsatzes überzeugen – denn der wird dann deutlich hörbar sein.


       
  Mit vereinten Kräften wurden die Wurzelballen im Uferbereich entfernt
(Foto: Ricky Stankewitz)
  Kleingewässer nach dem Pflegeeinsatz
(Foto: Ricky Stankewitz)
  Zum Abschluss konnten sich die Helfer mit einer leckeren Gemüsesuppe und Kuchen stärken (Foto: Katja Woidtke)  

 
NAJU macht die Naturinsel winterfest

Die Naturinsel verabschiedet sich in die
Winterpause
(auf dem Foto: Trockenmauer und
Totholz)                     Foto: Katja Woidtke
Anfang November traf sich die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen auf der Naturinsel, um das Gelände fit für den Winter zu machen. Gemeinsam mit den Betreuern Christine Pracht und Ricky Stankewitz machten sich die Jugendlichen trotz Schmuddelwetter motiviert an die Arbeit.

Die Weide am Ufer der Wietze wurde gepflegt und ein letztes Mal in diesem Jahr kam der Wiesenmäher zum Einsatz. Beim Harken des Mähgutes kamen die Mädchen und Jungen ordentlich ins Schwitzen. Muskelkraft war auch gefragt, um den Zugang zur Insel zu sichern. Hier wurden einige Büsche zurückgeschnitten und die Äste anschließend auf einem Haufen gesammelt. Betreuerin Christine Pracht freute sich über den engagierten Einsatz der Gruppe und verwöhnte die fleißigen Helfer mit leckerem Kuchen.

Nun ist die Naturinsel in den verdienten Winterschlaf gefallen, aus dem sie im nächsten Frühjahr wieder von der Rudi Rotbein Gruppe und der NAJU geweckt werden wird. Für 2017 sind bereits spannende Aktionen und Projekte auf dem Gelände am Ufer der Wietze geplant.
 

 
Ein neues Beet für Kräuter und Heilpflanzen

Das Kräuterbeet bekam einen Rahmen aus Rasenkanten-
steinen                                              (Foto: Oliver Woidtke)
Am Ufer der Wietze liegt die Naturinsel – Treffpunkt der Rudi Rotbein Gruppe und der Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen. Die Fläche wurde dem NABU Langenhagen von der Region Hannover zur Verfügung gestellt und bietet auf 2.500m² Fläche mit Trockenmauer, Insektenhotel und Kräuterbeet ausreichend Platz für spannende Naturbeobachtungen. Die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe werden hier an die Natur herangeführt und die Jugendlichen der NAJU setzen verschiedene Projekte um.

Im August meinte es Petrus beim monatlichen Treffen der NAJU nicht gut mit den Jugendlichen, die an diesem Tag eigentlich einen Pflegeeinsatz auf der Naturinsel geplant hatten und weitere Aktionen besprechen wollten. Doch nach einer Stunde musste das Treffen wegen eines heftigen Platzregens bereits abgebrochen werden. Umso motivierter war die NAJU Anfang September, als es dieses Mal bei strahlendem Sonnenschein wieder auf die Naturinsel ging, um das Kräuterbeet neu anzulegen. Im Lauf der letzten vier Jahre war dieses immer mehr von der wilden Wiese überwuchert worden. Nun wurden die Kräuter- und Heilpflanzen aus dem Beet entfernt und Rasenkantensteine gesetzt, um die Fläche in Zukunft leichter pflegen zu können.

Betreuerin Christine Pracht hatte vorab das nötige Material besorgt und hob gemeinsam mit Dominik einen kleinen Graben rund um die geplante Größe des Beetes aus. In einer Schicht aus Sand wurden nun die Kantensteine trocken verlegt. Hilfsmittel für die perfekte Ausrichtung waren dabei Schnur und Wasserwaage, die Betreuer Oliver Woidtke dabei hatte. Mit dem Gummihammer und Stampfer gaben Insa und Anja den Steinen den nötigen Halt. Das Beet selbst wurde umgegraben und Katja, Arne und Leif entfernten alte Wurzeln aus der Erde. „Beim nächsten Treffen bekommt das Kräuterbeet eine weitere Etage und neue Pflanzen“, kündigt Christine Pracht die Pläne der NAJU an.
 

 
Ein Wochenende in der Natur - Jugendgruppen des NABU Langenhagen quaken mit den Fröschen auf Gut Sunder um die Wette

Keschern auf Gut Sunder
Naturerlebnis-Wochenende 2016: Am Froschteich wurde
mit großer Begeisterung gekeschert (Foto: Katja Woidtke)
Die Vorfreude auf ein spannendes Wochenende in der Natur ist den Kindern und Jugendlichen des NABU Langenhagen schon bei der Abfahrt anzusehen. Schnell ist das Gepäck im Bus verstaut und los geht es Richtung Meißendorf. Dort erwarten die Mädchen und Jungen jede Menge Naturerlebnisse, Spiel und Spaß:


"Schaut mal, da ist ein Frosch", tönt es aufgeregt. Mit Keschern stehen die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe am Froschteich und suchen nach den gut getarnten Amphibien, von denen nur der Kopf zwischen den Wasserlinsen hervorlugt. Schnell haben die kleinen Naturforscher die richtige Methode heraus, fangen einen Frosch und können ihn aus der Nähe betrachten. Danach geht es für die grünen Hüpfer wieder zurück ins Wasser.
 Gut getarnt - Teichfrosch
Gut getarnt - nur der Kopf des Teich-
frosches lugt aus den Wasserlinsen hervor                (Foto: Katja Woidtke
Dort entdecken die Kinder eine Ringelnatter, die Jagd auf die Frösche macht und fasziniert beobachtet wird. Die Schlange ist gut durch ihre halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf zu bestimmen. Für weitere Funde hat Silke Brodersen passende Bestimmungshilfen dabei, in die immer wieder die Nasen gesteckt werden. Die Frage "Was ist das für eine Schnecke?" kann so schnell geklärt werden. Bei der Schnecke mit dem flachen Gehäuse handelt es sich um eine Posthornschnecke, die in stehenden und langsam fließenden Gewässern lebt und sich hauptsächlich von Algen und abgestorbenen Pflanzenteilen ernährt. Auch am Bachlauf gibt es Spannendes zu entdecken. "Das ist ein Springfrosch", erklärt Ricky Stankewitz den Mädchen, die ihm ihren Fund zeigen. Aus Holz bauen sie eine Brücke über den Bach, der für die Jugendlichen der NAJU in diesem Jahr viel zu kalt ist.

Lustige Spiele zum Kennenlernen

Am Nachmittag kommen die Kinder in gemischten Gruppen zusammen und beweisen bei verschiedenen Spielen ihre Teamfähigkeit. Silke Brodersen hat ein Spiel vorbereitet, bei dem Fotos von verschiedenen Tierarten dem jeweiligen Nachwuchs zugeordnet werden. Die Lösungen sind ganz schön knifflig, aber gemeinsam sind schnell passende Paare gefunden. Teamwork ist auch beim Kistenspiel von Oliver Woidtke gefragt. Wer hier keine Rücksicht auf die kleineren Kinder in der Gruppe nimmt und dadurch von den Kisten plumpst, hat schnell das Nachsehen und bekommt eine Strafzeit aufgebrummt. Das Schwammspiel an der Station von Christine Pracht ist ein nasses Vergnügen und kommt bei dem schönen Wetter genau richtig. Denn hier wird mit einem vollgesogenen Schwamm Wasser von einem Eimer zum anderen transportiert und Spritzer bleiben dabei natürlich nicht aus. Ricky Stankewitz wartet im Wald mit einem großen Spinnennetz aus Wollfäden auf die Kinder. Hand in Hand geht es hier auf Zeit einmal quer durch das Netz.

Vor dem Grillabend haben die Kinder bereits wieder ihre Kescher in der Hand und stehen am Froschteich oder gehen auf der Wildblumenwiese auf Entdeckungstour. "Schaut mal dort!" macht Katja Woidtke die Kinder auf Libellen in den Gräsern aufmerksam. "Das sind Azurjungfern bei der Paarung", erklärt sie und zeigt das typische Paarungsrad der Tiere. Ein Großer Blaupfeil schwirrt ebenfalls an den Kindern vorbei. Im Kräutergarten lässt Christine Pracht die Mädchen Blätter der Süßdolde probieren und erklärt die hier wachsenden Pflanzen.

Kurze Nacht am Lagerfeuer

Abends treffen sich alle an der Tischtennisplatte zum Rundlauf und sitzen am Lagerfeuer bei romantischen Gitarrenklängen zusammen. "Gut Sunder ist nur einmal im Jahr..." stimmen die Jugendlichen der NAJU an, ehe die Kinder mit Taschenlampen ausgestattet zu einer Nachtwanderung aufbrechen. Während die Rudi Rotbein Gruppe sich anschließend müde in ihre Schlafsäcke im Strohhotel kuschelt, bleibt die NAJU am Lagerfeuer sitzen. Zum Frühstück am nächsten Morgen gibt es daher eine extra Weckaktion für die Großen, die noch ganz verschlafen von der langen oder eher kurzen Nacht aus ihren Zelten kriechen. Die Rudi Rotbein Kinder sind deutlich ausgeschlafener und machen sich wieder auf den Weg zu neuen Entdeckungen an den Froschteich, wo sie mit lautem Quaken empfangen werden. Wer möchte, kann im Klassenzimmer an Binokularen Libellenflügel, Blütenblätter und verschiedene Präparate stark vergrößert betrachten oder die interaktive Ausstellung Wildtiernis besuchen und so den Besuch auf NABU Gut Sunder abrunden. Nach dem Mittagessen heißt es dann Abschied nehmen, und die Kinder sind sich nach dem abenteuerlichen Wochenende in der Natur einig: "Wir fahren nächstes Jahr wieder mit!"


 
  Balance halten beim Kistenspiel   Mit Gitarre und Gesang gab es die passende Stimmung am Lagerfeuer   Akrobatik auf der Slackline  
  Balance halten beim Kistenspiel
(Foto: Katja Woidtke)
Mit Gitarre und Gesang gab es die passende Stimmung am Lagerfeuer
(Foto: Katja Woidtke)
Akrobatik auf der Slackline (Foto: Katja Woidtke)

 
Kümmel, Borretsch und Co.


Zur Stärkung gab es leckeren Kräuterquark
(Foto: Christine Pracht)
In diesem Sommer hat die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen verschiedene Projekte auf der Naturinsel geplant. Kräuter und Heilplanzen standen beim Treffen der NAJU im April im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Betreuerin Christine Pracht entfernten die Jugendlichen Gras aus dem Kräuter- und Heilpflanzenbeet und machten es mit Spaten und Harken fit für den Frühling. Dabei kamen auch einige selbstgezogene Pflanzen von Monika Misala-Dronia in die frische Erde. Sie hatte Kümmel, Süßdolde, Pfefferminze und Borretsch und für die Trockenmauer Mauerpfeffer und Hauswurz mitgebracht. Anja und Monika bestückten die Trockenmauer mit den neuen Pflanzen und achteten darauf, dass diese ausreichend sandige Erde für einen guten Start bekamen.

Dominik, Finn und Arne entschieden sich, den weit verbreiteten Sauerampfer auszulichten, um den anderen Pflanzen im Kräuter- und Heilpflanzenbeet Platz zum Wachsen zu geben Zwischendurch bereitete die Gruppe einen leckeren Quark aus Kräutern zu und Monika konnte den Jugendlichen gute Tips für deren Verwendung geben: "Wenn man noch nicht aufgeblühte Löwenzahnknospen mit Zwiebeln anschwitzt, ist das ein köstlicher Snack.“. Mit dem Eintopfen von Fenchelsamen ging für die NAJU ein ereignisreicher Nachmittag zu Ende. 

       
  Gemeinsam wurde im Kräuter- und Heilpflanzen-
beet gearbeitet
(Foto: Christine Pracht)
  Anja und Monika bepflanzten die Trockenmauer
(Foto: Christine Pracht)
  Das Kräuter- und Heil-
pflanzenbeet wurde umgegraben
(Foto: Christine Pracht)
 

 
Frühjahrsputz auf der Naturinsel


NAJU beim Frühjahrsputz auf der Naturinsel
(Foto: Christine Pracht)
Mitte März traf sich die Naturschutzjugend (NAJU) zum Pflegeeinsatz, um die kommende Saison auf der Naturinsel vorzubereiten. Denn auf dem idyllisch an der Wietze gelegenen Grundstück treffen sich in der Sommersaison regelmäßig die Jugendgruppen des Naturschutzbundes. Die Rudi Rotbein Gruppe lernt hier spielerisch die Natur kennen und die NAJU setzt verschiedene Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt um. "In diesem Jahr haben wir wieder tolle Aktionen mit den Jugendlichen geplant", verspricht Betreuerin Katja Woidtke.

Die Jugendlichen schnappten sich Spaten, Rechen und Harken und legten motiviert los. Nachdem mit viel Spaß das Laub des vergangenen Herbstes aufgeharkt war, wurde gemeinsam mit Ricky Stankewitz die wilde Wiese umgegraben und anschließend eine bunte Wildblumenmischung ausgebracht. Auf der Naturinsel tummeln sich verschiedene Insekten, die mit der neu angelegten Wiese passende Futterpflanzen erhalten.

Um auch im eigenen Garten Bienen, Hummeln und anderen Insekten das passende Nahrungsangebot bieten zu können, wurden aus Wildblumensamen, Blumenerde, einer Tonmischung und etwas Wasser Samenkugeln geformt. "Wegen der niedrigen Temperaturen wurden dabei zwar die Finger ziemlich kalt, aber wir sind schon gespannt auf das blühende Ergebnis. Und wer keinen eigenen Garten hat, kann die Samenkugeln auch in großen Kübeln auf dem Balkon zum Blühen bringen", erklärte Christine Pracht, die Leiterin der NAJU, abschließend.


 
Kreativer Nachmittag bei der NAJU Langenhagen


Finn, Ricarda, Katja und Anja verbrachten einen
lustigen Nachmittag mit kreativen Ideen
(Foto: Katja Woidtke)
Beim letzten Treffen der Naturschutzjugend ließen Anja, Finn, Katja und Ricarda in Teams ihrer Kreativität freien Lauf. Betreuerin Christine Pracht hatte zwei Schüsseln mit Wasser gefüllt und vor den Jugendlichen aufgestellt. Mit verschiedenen Materialien konnten sie sich nun mit der Materie Wasser auseinandersetzen.

Nachdem anfangs die Köpfe noch etwas rauchten, sprudelten schließlich die Ideen, und Anja und Finn bauten eine Brücke aus Trinkhalmen, Wolle und Holzperlen. Ergänzt wurde die gut durchdachte Konstruktion mit Materialien aus der Natur - Stöckchen bildeten die Brückenpfeiler und Baumrinde den Brückenboden.

Ricarda und Katja bei den letzten Hand-
griffen an ihrer pfiffigen Konstruktion
(Foto: Katja Woidtke)
Ricarda und Katja entschlossen sich ebenfalls zum Bau einer Brücke. Dünne Zweige wurden miteinander verbunden und bildeten das Grundgerüst des kreativen Bauwerkes. Aus Stoffresten wurde flugs eine Hülle genäht, die der Brücke nicht nur ein pfiffiges Design, sondern auch die nötige Stabilität verlieh. Pompons aus Haushaltsschwämmen rundeten das Gesamtbild der Konstruktion ab.

Zwischendurch gab es Nervennahrung mit leckeren Honigbroten, die Hans-Jürgen Ratsch, erster Vorsitzender der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL) den Jugendlichen spendierte. "Hmmh, sind die lecker", mümmelte die Gruppe genüsslich die süße Leckerei und bedankte sich herzlich beim Spender.

Beim Basteln der Brücken kamen den Jugendlichen ganz nebenbei auch tolle Ideen für das Fest zum NABU-Jubiläum am 04. Juni 2016. Die NAJU wird eine spannende Rallye durch den Eichenpark für die Besucher der Veranstaltung vorbereiten. "Ihr seid einfach ein tolles Team!" freute sich Betreuerin Christine Pracht abschließend über die kreativen Jugendlichen und den gelungenen Nachmittag.



 
In die Töpfe geschaut - NAJU Langenhagen kochte zum Jahresabschluss

NAJU Langenhagen kochte zum Jahresabschluss
Gemeinsam wurde das Gemüse für die Suppe geschnippelt                     (Foto: Katja Woidtke)
"Mmmh, wie das duftet!" Schnuppernd schaute Betreuerin Christine Pracht den Mitgliedern der Naturschutzjugend (NAJU) über die Schulter und wagte einen Blick in die Kochtöpfe. Die Jugendlichen hatten sich gewünscht, zum Abschluss ihres Jahresprogramms noch einmal gemeinsam zu kochen. Also hatten die Betreuerinnen Christine Pracht und Katja Woidtke Töpfe, Kochlöffel und gesunde Zutaten mitgebracht, um mit der Gruppe eine leckere Suppe aufzusetzen.

Gut gelaunt wurden Lauch, Sellerie, Möhren und Zwiebel geschnippelt, und Dominik zerteilte mit einem Brotmesser gekonnt den Kürbis. Anschließend wurde das Gemüse gesalzen und in etwas Öl mit Ingwer angedünstet. Im riesigen Topf war genügend Platz für diese bunte Mischung, die mit Wasser auf dem Herd zum Garen aufgesetzt wurde. "Das Sprichwort "Zu viele Köche verderben den Brei" trifft auf euch eindeutig nicht zu", freute sich Betreuerin Katja Woidtke über das leckere Ergebnis des gemeinsamen Kochens.

Während auf der einen Herdplatte das Gemüse garte, kümmerten sich Anja, Annika und Finn um eine süße Weihnachtsüberraschung auf der anderen Herdplatte und rührten fleißig im Kochtopf. Weihnachtliche Gewürze verbreiteten ihren Duft in der Küche des Wasserturmes. Für den richtigen Geschmack sorgte Insa, die Trauben- und Orangensaft mit Zimt und Anis abschmeckte. Mit Gelierzucker zauberten die Jugendlichen aus diesem Gemisch aromatisches Weihnachtsgelee, das die Jungen und Mädchen in hübsch verzierten Gläsern mit nach Hause nehmen konnten.

Im neuen Jahr trifft sich die NAJU wieder zu spannenden Themen und Aktionen rund um die Natur. Interessierte Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren sind zu diesen Treffen herzlich eingeladen. 


       
  Wer schlemmen will, muss rühren (Foto: Katja Woidtke)   Christine Pracht pürierte mit den Mädchen das Gemüse (Foto: Katja Woidtke)   Hier entsteht eine süße Weihnachtsüberraschung (Foto: Katja Woidtke)  

 
Macht Spaß – Ein Nachmittag auf der Naturinsel


Viele fleißige Hände machten die Naturinsel fit für den Winter. Besonders die Jugendlichen packten kräftig an. (Foto: Katja Woidtke)
Etwas versteckt hinter Büschen und Sträuchern liegt am Ufer der Wietze die Naturinsel, die auf 2.500m² Platz für viele verschiedene Tiere und Pflanzen bietet. Die Fläche, die dem NABU Langenhagen von der Region Hannover zur Verfügung gestellt wurde, wird regelmäßig von der Rudi Rotbein Gruppe und der Naturschutzjugend genutzt. Hier können die Kinder und Jugendlichen Tiere beobachten und Pflanzen bestimmen, denn in den verschiedenen Lebensräumen wie Trockenmauer, Teich, Insektenhotel oder Wildblumenwiese ist immer etwas los.

Um die Naturinsel fit für den Winter zu machen, traf sich Anfang Oktober die NAJU auf dem Gelände an der Wietze zu einem Pflegeeinsatz. Horst Wiechers und Ulrich Scholz hatten bereits vorab die Wiesenflächen gemäht, so dass die Jugendlichen das Gras nun harken und zum Kompost bringen konnten. Selbstständig und hoch motiviert legten die Mädchen und Jungen los und ließen den Komposthaufen schnell anwachsen.

An der Trockenmauer soll ein Lebens-
raum für Insekten wie den Sandlaufkä-
fer entstehen
(Foto: Katja Woidtke)
Voller Einsatz an Trockenmauer und Teich

Felix und Jan Niklas verlegten vor der Trockenmauer Steinplatten, auf die anschließend Sand geschüttet wurde, um im nächsten Jahr Insekten wie Sandlaufkäfern Lebensraum zu bieten. Arne entfernte mit Betreuerin Silke Brodersen Algen aus dem Teich. Der war zum Teil trocken gefallen und wurde nun von Arne wieder aufgefüllt. Gras war zu dicht an den Teichrand gewachsen und hatte so eine Menge Wasser aus dem Teich gezogen. Daher bauten Anja, Insa und Katja am kleinen Teich eine Kapillarsperre und legten dafür unter großer Kraftanstrengung die Teichfolie frei. Bei so viel Frauenpower war die Arbeit schnell erledigt und die Mädels konnten stolz auf das Ergebnis sein. Arne entfernte den Schlamm aus dem Eimer an der Wasserpumpe und wurde prompt erfinderisch, als er dafür eine längere Schaufel benötigte: Aus Klebeband, einer kleinen Schaufel und einem Stiel wurde das passende Werkzeug für die Aktion gebastelt.

Attraktiver Lebensraum für Singvögel

Die Naturinsel bietet auch Lebensraum für verschiedene Vogelarten. In den Schlehen- und Benjeshecken finden z.B. Amsel, Singdrossel und Nachtigall ein sicheres Versteck. Da durch den jungen Baumbestand allerdings nur wenige natürliche Nisthöhlen für Arten wie Kohl-, Blaumeise und Sperling vorhanden sind, hatte der NABU im Lauf der Jahre Nistkästen aufgehängt. Diese sind im letzten Jahr wieder gut angenommen worden, und gleich in mehreren Etagen wurden hier Nester gebaut. Damit auch im nächsten Jahr wieder gebrütet werden kann, wurden die Nistkästen nun von Felix und Betreuerin Christine Pracht gereinigt.

Leckereien für fleißige Helfer

Wer so fleißig anpackte, hatte sich natürlich auch eine Pause verdient. NAJU-Mitglied Annika hatte wieder die Verpflegung mit übernommen und brachte mit Edeltraud und Hagen Richter Kürbissuppe und Apfelkuchen zur Naturinsel. Mit leckerem Streuselkuchen verwöhnte Christine Pracht die Jugendlichen, die während der Pause bereits Pläne für das nächste Jahr schmiedeten. Dann möchten sie das Kräuter- und Heilpflanzenbeet als Hochbeet gestalten. Ricky Stankewitz, 1. Vorsitzender des NABU Langenhagen, besuchte zum Abschluss des Pflegeeinsatzes die NAJU und war begeistert vom Einsatz der Jugendlichen: "Wow, ihr seid ja fleißig gewesen", lobte er und freut sich bereits auf die weiteren Termine der Naturschutzjugend.


       
  Der Teich wurde aufgefüllt (Foto: Katja Woidtke)   Auch die Nistkästen wurden gereinigt
(Foto: Katja Woidtke)
  Die Mädchen legten eine Kapillarsperre an
(Foto: Katja Woidtke)
 

 
Dem Biber auf der Spur - NAJU mit dem Kanu auf der Leine unterwegs


Bibertour der NAJU Langenhagen auf der Leine (Foto: Katja Woidtke)
Zu einem besonderen Höhepunkt in ihrem Programm traf sich die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen in Grasdorf, als es hieß: "Ran an die Paddel!" Geführt durch den NABU Laatzen ging es zu einer Kanutour auf die Leine, bei der die Jugendlichen dem Biber auf der Spur waren. Seit einigen Jahren ist der scheue Nager auch wieder in der Südlichen Leineaue heimisch. Während der rund dreistündigen Tour auf der Leine zum Maschsee entdeckten die Teilnehmer neben Nagespuren auch eine Biberrutsche.

Doch bevor die Kanus zu Wasser gelassen wurden, gab es erst einmal spannende Informationen zum Biber in der Alten Feuerwache. Wussten Sie, dass Biber mit Murmeltieren verwandt sind? Die Vegetarier fressen gerne Zuckerrüben und Mais, Wasserpflanzen und Äpfel. Um an die Knospen zu kommen, die weiter oben an einem Baum sind, werden auch Bäume gefällt. Die Zähne der Biber wachsen ständig nach und müssen abgenutzt werden, damit sie nicht in den Kiefer der Tiere wachsen. Einlagerung von Eisen, das den Zahn härter macht, färbt die sich selbst schärfenden Zähne dunkel. Gibt es nur wenig Nahrungsangebot, schälen Biber auch die Rinde von Weiden und Pappeln.

Auch aus dem Familienleben der monogam lebenden und streng geschützten Säugetiere wurde berichtet. Ein Elternpaar lebt mit seinen Jungtieren gemeinsam in einer Biberburg. Der Eingang zu dieser Erdhöhle liegt unter Wasser. Je nach Höhe des Grundwasserstandes wird die Höhe der Höhle angelegt. Nur wenn der Wasserstand nicht hoch genug ist, bauen Biber einen Damm und stauen das Wasser auf, damit der Eingang zur Höhle unter Wasser liegt. Die Reviere der Biber liegen mehrere Kilometer auseinander und werden mit dem Bibergeil markiert. Da dieses Sekret aus der Schwanzdrüse der Tiere früher als Potenzmittel und für Salben genutzt wurde, war der Biber lange fast vollständig ausgerottet.

"Hallo zusammen!"      (Foto: Katja Woidtke)
Nach so viel Informationen waren die Jugendlichen gespannt, ob sie am Ufer der Leine Spuren des Bibers entdecken würden. Fix wurden Rettungswesten angezogen und die Kanus zur Ablegestelle getragen. Dort gab es vom Kanuverleih am Allerhorn praktische Tipps zum richtigen Paddeln: "Ihr müsst gegen die Strömung ablegen, damit ihr nicht gleich unter dem ersten Baum landet." Zuerst nahm der Steuermann im Kanu Platz, dann wurden der vordere Platz und anschließend die mittleren Plätze belegt, um nicht gleich beim Einstieg zu kentern. Damit auch während der Tour niemand ins Wasser plumpste, gab es noch folgenden Tipp mit auf den Weg: "Lehnt euch nicht alle gleichzeitig auf eine Seite, wenn es hinter euch etwas Spannendes zu entdecken gibt!" Gut gelaunt paddelten die Jugendlichen mit ihren Betreuern los und ließen sich auch durch den ersten Regenschauer nicht den Spaß an der Tour in der Natur nehmen.

Unterwegs entdeckte die NAJU Nagespuren an Bäumen und eine Biberrutsche, die auf das Vorkommen der Biber in der Südlichen Leineaue hinwiesen. Bei der Biberrutsche handelt es sich allerdings nicht um einen Spielplatz der Nager, sondern um die Stelle, an der der Biber schnell von der Uferböschung ins Wasser einsteigen kann. An verschiedenen Stellen konnte die NAJU außerdem Eisvögel auf ihrer Sitzwarte und im rasanten Flug über die Wasseroberfläche beobachten. "Bei einem Eisvogel handelte es sich sogar, um einen diesjährigen Jungvogel, der gut an seinem blässeren Gefieder zu erkennen war", erklärte der 1. Vorsitzende des NABU Langenhagen Ricky Stankewitz, der wie die Jugendlichen trotz des Regenwetters von der Tour begeistert war. Die Mädchen und Jungen waren mit ihren Betreuern vor dem reinen Erwachsenen-Team mit Christine Pracht, Horst Wiechers und Ricky Stankewitz am Ziel angekommen. "Das lag aber daran, dass wir nicht langsamer waren, sondern deutlich mehr gesehen haben", bemerkte Stankewitz abschließend augenzwinkernd.

Auch wenn es das Wetter mit der NAJU nicht besonders gut gemeint hatte, waren sich die Teilnehmer der Bibertour einig, dass die Kanufahrt viel Spaß gemacht hat und dass es unterwegs viel in der Natur zu entdecken gab.

       
  Schwimmwesten für alle (Foto: Katja Woidtke)   Vom Profi gab es erst einmal Tipps zum richtigen Paddeln (Foto: Katja Woidtke)   Los geht's!
(Foto: Katja Woidtke)
 

 
NAJU untersucht Kleingewässer um Engelbostel


Dominik, Ricky Stankewitz und Insa untersuchten Kleingewässer am Flughafen (Foto: Christine Pracht)
Mitte Juni machte sich die NAJU Langenhagen mit Fahrrädern auf den Weg nach Engelbostel zu den Kleingewässern am Flughafen. Zusammen mit Ricky Stankewitz und Christine Pracht wollten die Jugendlichen das Leben in und um die Teiche beobachten und kartieren.

Bereits im Jahr zuvor wurden dort Tiere beobachtet und gezählt. Den Jugendlichen fiel gleich auf, dass in diesem Jahr mehr Vierflecklibellen zu sehen waren. Einige schlüpften gerade und sonnten sich, um zu trocken. Ricky Stankewitz erklärte, dass diese relativ große Libellenart mehrere Stunden braucht, um ganz trocken zu werden. Des Weiteren wurden mehrere Gelbrandkäfer gefunden und besonderes Interesse galt zwei Käfern, die sich paarten. Das männliche Tier hält sich dabei sehr fest auf dem Weibchen und bleibt teilweise bis zu drei Tagen auf ihrem Rücken. Die eigentliche Befruchtung dauert aber nur 15 Minuten. Gelbrandkäfer sind Räuber, die kleinere Wassertiere fressen. Die Jugendlichen fanden noch drei Kammolche, die zu den streng geschützten Arten zählen, und mehrere Wasserfrösche. Alle Beobachtungen wurden notiert, so dass im nächsten Jahr verglichen werden kann, wie sich die Artenvielfalt an den Kleingewässern entwickelt hat. Welche Tiere sind häufiger vertreten, wo ist der Bestand gleich geblieben oder sogar rückläufig?

Auf dem Rückweg wurde bei der Betreuerin Christine Pracht Zwischenstopp gemacht, um selbstgebackene Muffins zu genießen. Bald ging es mit Rädern wieder zurück nach Langenhagen. Die gefahrenen Kilometer wurden in die Stadradelkalender der NAJU eingetragen. Auch in diesem Jahr hatte die Naturschutzjugend Langenhagen wieder bei der Aktion »Stadtradeln« ein eigenes Team am Start. In dieser Zeit versuchten die Jugendlichen, mit Verstärkung durch Familie und Freunde, möglichst viel mit dem Rad zu fahren, um den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu verringern. Die Radtour nach Engelbostel brachte dabei einige Kilometer in die Stadtradelkalender der NAJU.


 
Stadtradeln 2015: Dominik und Felix sind Kapitäne des Teams »NAJU Langenhagen«


Felix Hartmann (links) und Dominik Meyer sind die Teamkapitäne der NAJU Langenhagen beim Stadtradeln 2015 (Foto: Ricarda Meyer)
Auch in diesem Jahr steigt die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen für die bundesweite Aktion Stadtradeln auf ihre Fahrräder und sammelt vom 31.05. bis zum 20.06.2015 Kilometer, die in einem Radelkalender online eingetragen werden. So können die Teilnehmer direkt sehen, was sie aktiv für den Umweltschutz getan haben. Denn jede Strecke, die mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, vermeidet Kohlendioxid-Emissionen und trägt so zum Klimaschutz bei. Im letzten Jahr legte die NAJU mit ihrem Team 2.250 Kilometer zurück und sparte damit 323,9 kg Kohlendioxid-Ausstoß ein.

Dominik Meyer und Felix Hartmann sind 2015 die Kapitäne, die das Team »NAJU Langenhagen« während des Stadtradelns motivieren werden. Die Teammitglieder und besonders deren Kapitäne freuen sich bereits auf die Aktion und haben sich vorgenommen, den Rekord vom letzten Jahr zu knacken. Nach dem Motto "Jeder Kilometer zählt!" werden Dominik und Felix mit ihrem Team gerade auch kleinere Strecken zur Schule oder zum Einkaufen mit dem Fahrrad zurücklegen, darüber in der örtlichen Presse berichten und so die Öffentlichkeit für nachhaltige Mobilität sensibilisieren.

 
»Fokus Biologische Vielfalt« - NAJU Langenhagen untersucht Kleingewässer in Kananohe


Ricky Stankewitz (links) machte sich mit der NAJU auf den Weg zu den Kleingewässern
(Foto: Oliver Woidtke)
Bei der Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen dreht sich im aktuellen Programm alles um das Projekt »Fokus Biologische Vielfalt - von der Naturerfahrung zur politischen Bildung« der NAJU Deutschland, das Jugendliche für die Bedeutung der biologischen Vielfalt sensibilisieren möchte. Zehn Schlüsselarten wie z.B. Europäischer Biber, Grünspecht und Europäischer Laubfrosch bieten dabei spannende Möglichkeiten zum Einstieg in das Thema. Die NAJU Langenhagen beschäftigt sich in erster Linie mit den in Langenhagen und der Region Hannover vorkommenden Schlüsselarten und untersuchte nun Kleingewässer in Kananohe auf dort vorkommende Amphibien, Libellen und andere Insekten.

Mit Gummistiefeln, Keschern, Zettel und Stift ausgestattet machten sich die Jugendlichen mit Betreuer Ricky Stankewitz auf den Weg zu zwei Kleingewässern in Kananohe, um diese auf die dort vorkommenden Arten zu untersuchen. An beiden Gewässern wurden Laubfrösche und Teichmolche nachgewiesen. In Gewässer 1 wurden außerdem Bergmolche gefunden. Der Kammmolch (Triturus cristatus) ist der größte unserer heimischen Molche und lebt bevorzugt in Gewässern mit verkrauteter Unterwasservegetation. Wo er lebt, ist eine artenreiche Amphibiengesellschaft anzutreffen. Der Kammmolch gehört zu den europaweit geschützten Arten (Quelle: www.nabu.de) und konnte von den Jugendlichen an beiden Kleingewässern nachgewiesen werden.

Neben den genannten Amphibien wies die NAJU außerdem in beiden Gewässern Gelbrandkäfer, Wasserskorpion und Larven von Klein- und Großlibellen nach. Ricky Stankewitz zeigte sich begeistert von den Funden der Jugendlichen: „Sie zeigen, wie wichtig, der Erhalt dieser Kleingewässer für die Artenvielfalt in Langenhagen ist.“ Eine ausführliche Analyse werden die Jugendlichen am Ende ihres Projektes vorstellen. Ein besonderer Dank geht bereits jetzt an NAJU-Mitglied Ricarda, die die Funde vorbildlich dokumentierte..

       
  Laubfrosch an den Kleinge-
wässern in Kananohe
(Foto: Oliver Woidtke)
  Die NAJU entdeckte mehrere Ballen Grasfroschlaich in Kananohe
(Foto: Ricky Stankewitz)
  Gemeinsam wurden die Funde bestimmt und protokolliert
(Foto: Oliver Woidtke)
 

 
NAJU Langenhagen reist in unser Sonnensystem


Die NAJU begab sich auf eine virtuelle Reise ins Universum                           (Foto: Katja Woidtke)
Mit dem Merkspruch "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel" trat Armin Brodersen mit der NAJU zu einer virtuellen Reise ins Universum an. Und die Jugendlichen kannten sich bereits gut mit unserem Sonnensystem aus. Sie wussten, dass Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun Planeten dieses Systems sind und auf einer Umlaufbahn die Sonne umkreisen. "Der Pluto zählt inzwischen nicht mehr zu unseren Planeten - er ist ein Kleinstplanet", erklärte Brodersen den aufmerksam zuhörenden Jugendlichen.

Die gingen während des dreistündigen Vortrages weiteren spannenden Fragen zu den Weiten des Weltalls auf den Grund und hoben, wenn auch nur in Gedanken, ab ins Universum. Armin Brodersen konnte seine Begeisterung für dieses Thema packend vermitteln und beantwortete die Fragen der Jugendlichen anschaulich.

"Warum dürfen Astronauten auf dem Mond nicht hüpfen?"

Da der Mond weniger Masse als die Erde hat, muss ein Astronaut dort weniger Gewicht bei gleichem Kraftaufwand bewegen. Er könnte also eigentlich ganz einfach große Sprünge machen. Auf dem Mond gibt es jedoch keine Atmosphäre und ohne diese Atmosphäre verdampfen Wasserteilchen bereits von Eiswürfeln. Da die äußere Hülle des Schutzanzuges der Astronauten wie ein Druckanzug wirkt, darf er auf keinen Fall beschädigt werden. Denn der menschliche Körper besteht überwiegend aus Wasser. Würde dieses verdampfen, tritt bereits nach 45 bis 50 Sekunden eine Ohnmacht ein. Astronauten würden sich somit in Lebensgefahr begeben, wenn sie auf dem Mond große Sprünge machen, dabei womöglich stürzen und den Schutzanzug beschädigen.

"Was ist Gravitation?"

Die Gravitation (Schwerkraft) gehört zu den vier Grundkräften der Physik. Auf der Erde bewirkt sie, dass wir nach unten fallen. Planeten werden durch diese Kraft auf ihrer Umlaufbahn gehalten. Platziert man zwei Gegenstände ganz ruhig im All, werden sie sich durch die Schwerkraft erst langsam und dann immer schneller aufeinander zubewegen, bis sie eine gemeinsame Masse bilden. So ähnlich sind auch Planeten entstanden .

Wer weitere Fragen zu unserem Universum hatte, konnte seine Nase in eines der mitgebrachten Fachbücher stecken und sich intensiv mit Schwarzen Löchern, Sternschnuppen und Meteoriten beschäftigen. In Lichtgeschwindigkeit ging der Nachmittag viel zu schnell zu Ende und die Jugendlichen bedankten sich bei Armin Brodersen für den spannenden Vortrag zu einem faszinierenden Thema, das sie sicher noch länger fesseln wird.


 
Wissenschaftlicher Nachmittag bei der Naturschutzjugend Langenhagen


Bei verschiedenen Experimenten lernte die NAJU spielerisch physikalische Phänomene kennen (von links nach rechts: Jan Niklas, Julian, Anja, Katja Dominik und Insa)                                                   (Foto: Katja Woidtke)
Dass Naturwissenschaft spannend ist, konnte die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen bei ihrem letzten Treffen auf spielerische Art und Weise feststellen. NAJU-Mitglied Jan Niklas (16) hatte für den wissenschaftlichen Nachmittag einige Experimente aus dem Bereich der Physik vorbereitet.

Richtig tüfteln konnten die Jugendlichen bei dem Versuch, einen Flaschenteufel (auch Kartesischer Taucher genannt) zu bauen. In einer mit Wasser gefüllten und verschlossenen PET-Flasche sollte dieser Teufel an der Wasseroberfläche schwimmen und beim Zusammendrücken der Flasche nach unten sinken. Zur Verfügung standen für diesen Versuch Streichhölzer, Zahnstocher, Bimsstein und etwas Knete. Die passende Materialzusammenstellung zu finden, war gar nicht so einfach. Aber Versuch macht klug und so schafften es die Jugendlichen aus zwei Streichhölzern und etwas Knete einen Flaschenteufel zu basteln. Durch die Luft in den Streichholz-Köpfen hatte der Flaschenteufel genügend Auftrieb, um an der Wasseroberfläche zu schwimmen. Wurde die Flasche zusammengedrückt, erhöhte sich der Druck im Innern der Flasche. Die Luft im Flaschenteufel wurde komprimiert. Dadurch nahm ihr Volumen und auch der auf sie entfallende Auftrieb ab. Da aber das Gewicht des Flaschenteufels gleich geblieben war, sank er zu Boden.

Von Tönen und Schwingungen

Wie man einen Zahnstocher auf einem Glas hüpfen lassen kann, ohne ihn oder das Glas zu berühren, zeigte Jan Niklas bei seinem nächsten Versuch. Dafür wurden zwei mit etwas Wasser gefüllte Weingläser dicht nebeneinander aufgestellt, ohne dass sie sich berührten. Auf einem der Gläser wurde ein Zahnstocher abgelegt. Mit einem angefeuchteten Finger umkreisten die Jugendlichen nun nacheinander den Rand des zweiten Glases. Ein hoher Ton war zu hören und die Geschwister Katja und Anja schafften es als Erste, den Zahnstocher nebenan hüpfen zu lassen. Da sich Töne wellenförmig ausbreiten, wurde die Schwingung des ersten Glases auf die Luft und anschließend auf das zweite Glas übertragen. Dies begann dadurch ebenfalls zu schwingen und das Streichholz bewegte sich.

Gekoppelte Pendel

Erstaunen erzeugte auch der Versuch zum gekoppelten Pendel. Dafür wurde zwischen zwei Stühlen eine ca. 1m lange Schnur gespannt. An dieser Schnur wurden mittig mit etwas Abstand zueinander zwei mit Wasser gefüllte Flaschen an jeweils 20cm langen Schnüren befestigt. „Was passiert, wenn ich eine der Flaschen schwingen lasse?“ fragte Jan Niklas die aufmerksamen Jugendlichen. Dass bei diesem Versuch Energie von der einen auf die andere Flasche übertragen wird, hatten Dominik, Annika, Ricarda und die anderen NAJUs schnell heraus, über das Ergebnis waren dann aber doch alle überrascht. Gekoppelte Pendel versetzen einander nach und nach in Schwingung. Während Pendel 1 nach und nach weniger schwingt, hat sich die Energie immer mehr auf Pendel 2 übertragen. Das schwingt am meisten aus, wenn Pendel 1 zum Stillstand gekommen ist. Nun beginnt dieser Prozess von vorne.

Nach einigen weiteren Versuchen, bei denen die NAJU-Mitglieder und ihre Betreuer viel Spaß hatten, nutzten die Jugendlichen den ersten Schnee in diesem Winter zu einer ausgiebigen Schneeballschlacht im Eichenpark.


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