Was wir erlebt haben

+++ Aktuelles +++


Buntes Treiben auf der Naturinsel

Trentelgraben
Die Rudi Rotbein Gruppe erkundete die Naturinsel (Foto: Silke Brodersen)
Der Frühling lockte auch dieses Jahr die Rudi Rotbein Gruppe wieder auf die Naturinsel. In einer Begrüßungsrunde durften alle 15 Kinder ihre Wünsche zum Entdecken äußern. Nur der Tümpel mit dem frischen Amphibienlaich war tabu. Anschließend ging es unter den wachsamen Augen der Betreuerinnen Silke Brodersen und Christine Pracht los, die kleinen Schätze der Naturinsel selbst zu erforschen.

Die einen beobachteten mit Ferngläsern Meisen, einen Bussard und die scheue Nachtigall, andere brachten in Becherlupen ein Tier nach dem anderen, um mehr über diese kleinen Sechs- und Achtbeiner zu erfahren. „Die Spinnenmännchen haben vorne an den Tastern solche Samentaschen, die aussehen wie kleine Boxhandschuhe“, erklärte Silke Brodersen den Spinnensammlern. Anna durfte die Beine ihrer gefangenen Rollassel zählen und kam ganz richtig auf 14, nämlich 7 Beinpaare. Kirsa zeigte stolz ihre in der Luft gefangene Wildbiene, die an den sogenannten Höschen vollgepackt war mit Pollen. Die Erle wurde von Ella besonders beachtet. So wurden der Stamm und die Blätter abgemalt und die Früchte vom letzten Jahr dazu geklebt. Sogar ein hübsch dunkelblau glänzender Erlenblattkäfer wurde an den angefressenen Blättern dieses Baumes gefunden. An der Trockenmauer, die an diesem Morgen erst von der NAJU erweitert wurde tummelten sich einige wärmeliebende Insekten, und auch an dem Bienenhotel war einiges los. Sogar ein Eichhörnchen zeigte sich, akrobatisch auf einem Zaun balancierend, den Kindern.

Nachdem auch die interessanten „Geräuschkarten“ und kreativen „Inselbilder“ fertiggestellt waren, wurden noch zwei Spiele gespielt. Zunächst war das Schmetterlingsspiel an der Reihe, bei dem die Kinder das Verhalten der Schmetterlinge nachahmen durften und abwechselnd auf Futtersuche, beim Partnertanz und beim Verstecken vor Regen oder Vögeln waren. Zum Abschluss konnten die Kinder beim „Grünspechtspiel“ noch ein paar „Ameisen“ in Form von Gummifrüchten ergattern. Mit vielen Eindrücken im Gepäck zog die Gruppe dann nach zwei Stunden wieder Richtung Parkplatz.

Erlebter Frühling mit schillernden Staren

Große Königslibelle (Anax imperator)
Die Rudi Rotbein Gruppe mit ihren schillernden Staren (Foto: Katja Woidtke)
Silke Brodersen und Christine Pracht hatten ein abwechslungsreiches Programm zu diesem Frühlingsboten zusammengestellt und brachten den Kindern spielerisch das Leben der Stare näher. Nach einer kurzen Einführung suchten die Mädchen und Jungen mit Ferngläsern nach möglichen Bruthöhlen, die in den alten Bäumen zu finden sind. Im Wipfel der Eichen konnten die Kinder sogar Stare beobachten und ihrem Gesang lauschen. Bei Spielen wurde der Formationsflug der Stare nachgeahmt. "Dieser Schwarm kann vor Greifvögeln wie dem Habicht oder Sperber schützen", erklärte Betreuerin Silke Brodersen.

Auf den Wiesen des Parks kann der Star nach Nahrung stochern. Neben Würmern, Schnecken und Käfern stehen auch Früchte wie Kirschen auf dem Speiseplan des Singvogels. "Wer einen Kirschbaum im Garten hat, konnte vielleicht schon beobachten, dass dort Stare landen", erklärte Silke Brodersen den Kindern. "Und da Stare nicht alleine, sondern in einem Schwarm kommen, kann es schon mal passieren, dass so ein Kirschbaum an einem Tag von den Staren leer gefressen wird."

Im Wasserturm konnten die Mädchen und Jungen dann schätzen, wie viele Stare in solch einem Schwarm unterwegs sind und weitere Rätsel rund um den "Vogel des Jahres" lösen. Dazu wurden die Forscherkarten aus dem NAJU-Aktionsheft zum Wettbewerb "Erlebter Frühling" genutzt. Die Kinder lernten, dass der Star ein echter Stimmenimitator ist. Er kann nicht nur den Gesang anderer Vögel, sondern sogar Handytöne nachahmen. Begeistert waren alle von dem schillernden Prachtkleid der Stare. Mit Buntstiften wurden die mitgebrachten Vorlagen zu echten Kunstwerken, die die Kinder abschließend mit nach Hause nehmen konnten.

Bei Spielen, in denen hüpfende Amseln gegen trippelnde Stare antraten und Stare ihre Partner für die zweite Brut wechselten, hatten alle viel Spaß und konnten ihr Wissen über den interessanten Vogel vertiefen. Lukas und Maxime wurden zu schillernden Staren herausgeputzt und zeigten stolz ihr prächtiges Gefieder. "Ich bin der Schönste hier!" tönte es durch den Eichenpark. Und beim abschließenden Wollknäuelspiel zeigten die Kinder, dass sie an diesem Nachmittag ganz viel über das Leben des Stares gelernt hatten.


Rudi Rotbein Gruppe erkundet den herbstlichen Eichenpark

Kleingewässer
Die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe machten eine herbstliche Rallye durch den Eichenpark Langenhagen (Foto: Silke Brodersen)
Spielerisch gingen die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe bei ihrem letzten Treffen in Form einer Ralley auf Entdeckungstour im Eichenpark. Trotz des Regens waren alle hoch motiviert und perfekt regenfest ausgestattet. Schnell wurden zwei Teams gebildet und die Aufgaben verteilt. So las der eine vor, der nächste durfte schreiben, andere trugen Sammelbehälter, Girlande oder den wichtigen Regenschirm, da der Regen sonst das Papier durchweicht hätte. Die Betreuerinnen Silke Brodersen und Christine Pracht spornten hierbei ihre Gruppen an, Blätter und Früchte zu sammeln, um diese den anderen hinterher zeigen zu können.

Im Laufe der Ralley wurden verschiedene Aufgaben gemeistert. Eine vom Sturm umgestürzte Eiche konnte anhand ihrer Jahresringe auf ca. 93 Jahre datiert werden. Anhand einer speziellen Messmethode konnte die Höhe der noch stehenden Eichen auf ca. 25 bis 30 Meter eingeschätzt werden. An einer anderen Stelle sollten die Stockwerke des Waldes bestimmten Tieren zugeordnet werden. Hier wusste Emilian sofort: „Der Regenwurm wohnt in der Bodenschicht.“ Und Annika ergänzte: „Der Specht macht Löcher in den Stamm, also wohnt er in der Stammschicht.“ Eine weitere Schicht, die Streuschicht, wurde noch intensiver untersucht. Hier sammelten die Mädchen und Jungen zahlreiche Asseln, Hundertfüßer, Tausendfüßer, Spinnen und Käfer in Becherlupen, um sich die Tiere noch besser anschauen zu können. Diese sollten nach der Anzahl ihrer Beine geordnet werden. Auch Schnecken und Regenwürmer wurden gefunden, die sich über das nasse Herbstlaub hermachten. Dass daraus wieder Humus wird, konnten die Kinder direkt fühlen.

Besondere Mitbewohner fanden die Kinder an dem Stamm einer Buche, wo mehrere Pilze aus dem Stamm lugten. An den Pappeln konnten die parasitisch lebenden Misteln entdeckt werden, die sich als immergrüne Blattkugeln hoch oben an den entlaubten Zweigen befanden. „Die kleben doch so“, meinte Bastian. „Und Miraculix braucht Misteln für den Zaubertrank“, wussten die Asterix-Kenner.Jetzt musste noch ordentlich gesammelt werden. Blätter von Platane, Erle, Eiche, Ulme, Hasel und Zaubernuss wurden ordentlich auf eine Schnur als Girlande gezogen. In den Eimer kamen dafür Früchte wie Hagebutten, Eicheln, Kiefernzapfen, Bucheckern und auch eine Zaubernuss und der kugelige Zapfen eines Mammutbaumes. Eine weitere, besondere Frucht war die weiße Frucht der Schneebeere, die auch Knallerbse genannt wird. Damit hatten die Kinder viel Spaß. Bei der abschließenden Vorstellungsrunde im Wasserturm konnten alle noch einmal ihre Funde vorstellen und die Lieblingsstücke mit nach Hause nehmen.

Spätsommer auf der Naturinsel

Trentelgraben
Die Kinder schnupperten an verschiedenen Kräutern
                                                               (Foto: Katja Woidtke)
Schnuppern, Schmecken und Entdecken standen auf dem Programm der Rudi Rotbein Gruppe beim Treffen auf der Naturinsel, bei dem die Kinder den Spätsommer genossen. Betreuerin Silke Brodersen hatte viele verschiedene Kräuter mitgebracht, und schnell steckten die Mädchen und Jungen ihre Nasen tief in den Rosmarin, Salbei oder die Zitronenmelisse. „Das duftet ja ganz stark“, tönte es begeistert über die Naturinsel. Beim Probieren verzogen die Kinder dann doch etwas das Gesicht. Der intensive Geschmack mancher Kräuter war für ihre Geschmacksknospen teilweise ungewohnt. Und so wählten sie für die Zubereitung eines leckeren Kräuterquarks statt Wermut und Pimpinelle doch lieber überwiegend die gewohntere Petersilie und den Schnittlauch. Gemeinsam wurde eifrig geschnippelt, geschält und gerührt und natürlich genascht. Begeistert dippten die Kinder Salatgurke und Möhrenstückchen in ihren Quark. „Hmmh, ist der lecker!“ freuten sie sich über ihr gesundes Picknick.

Nach so viel Schnuppern und Schmecken ging es ans Entdecken. Mit Becherlupen zogen die Mädchen und Jungen über die wilde Wiese und zeigten den Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen stolz ihre Funde. Neben Schnaken, Spinnen und Käfern entdeckten die Kinder auch Schnecken, die mit der Lupe jeweils genauer angeschaut wurden.

Mit Bleistiften und Papier erforschten sie anschließend die Bäume auf der Naturinsel und pausten die Rinde von Birke und Erle ab. Auch beim Spechtspiel hatten die Kinder ihren Spaß, und ihrer Kreativität konnten sie beim Basteln von Minimandalas mit Naturmaterialien freien Lauf lassen. Dafür drückten sie selbst trocknende Modelliermasse in Marmeladenglasdeckel und verzierten alles mit Blättern, Früchten der Erle oder Muscheln. Abschließend konnten die Mädchen und Jungen ihre Kunstwerke als Erinnerung an einen spannenden Nachmittag auf der Naturinsel mit nach Hause nehmen.

NABU Kindergruppe geht auf Tümpeltour

Große Königslibelle (Anax imperator)
Die Rudi Rotbein Gruppe traf sich zum Tümpeln auf der Naturweide                                         (Foto: Silke Brodersen)
Zum beliebten Tümpeltermin waren dieses Jahr 15 Kinder der Rudi Rotbein Gruppe mit Gummistiefeln angetreten. Zunächst ging es mit dem Bollerwagen von Hof Engelke aus zum nahe gelegenen Gewässer der Naturweide. Die Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen erklärten, dass die Pferde hier die Naturschutzarbeit übernehmen, denn durch die Beweidung wird das Ufer offen gehalten. So konnten die Kinder am Gewässer sogar den Sonnentau finden. Nach dem Verteilen der Kescher wurde fleißig gesammelt. Viele Kaulquappen des Teichfrosches gingen ins Netz und auch einige Teichmolche nebst Larven waren dabei.Besonders hübsch war das Männchen mit seinem orange-roten Bauch. Unermüdlich brachten die Kinder Tier für Tier zu den Betreuerinnen, die die vielen Fragen beantworteten. „Ist das eine Großlibellen- oder eine Kleinlibellenlarve? Was ist der Unterschied zwischen Ruderwanze und Rückenschwimmer? Wozu braucht der Wasserskorpion diese Röhre da hinten?“ Hier war die Antwort zum Beispiel: „Zum Atmen!“ Auf etliche Eimer verteilten sich die Funde und Silke Brodersen erklärte, dass selbst die kleinen Punkte, die sich im Wasser bewegen kleine Tiere sind, von denen sich die großen ernähren. Hier wusste Felix zu ergänzen: „Das nennt man doch Plankton!“

Nachdem der erste Tümpel gut untersucht war, zog die Gruppe zu einem zweiten, der erst letztes Jahr renaturiert worden war. Ricky Stankewitz, der sich seit Jahren besonders für die Lebensräume der Amphibien in Langenhagen einsetzt, erklärte den Kindern, dass hier der Tümpel abgeflacht und von Gehölzen befreit wurde, damit Insekten und Amphibien wieder bessere Lebensbedingungen haben. Auch hier herrschte unter Wasser reges Leben, wobei besonders viele Molchlarven und Ruderwanzen zu finden waren. Der sehr lehmige Untergrund lockte noch ganz andere Nutzer an. Hier sammelten solitäre Wildbienen den Lehm für ihre Bruthöhlen, was die Kinder interessiert beobachteten.

Etwas dreckiger und nasser als vorher, aber erfüllt von vielen neuen Eindrücken wurden die Kinder wieder von den Eltern in Empfang genommen und der ein oder andere hat bestimmt von Kaulquappen geträumt.

Jetzt aktiv werden!
Unser Newsletter

„Wir machen mit im NABU, weil wir gern zusammen in der Natur sind. Bei jeder NABU-Veranstaltung lernen wir etwas Neues dazu.“

Jetzt Mitglied werden

 

Immer informiert sein!
Unser Newsletter
Unser Newsletter

Tipps, News, Aktionen und Termine.

mehr