Was wir erlebt haben

+++ Aktuelles +++


Kinder entdecken die Welt der Insekten

Trentelgraben
Im Wietzepark gab es für die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe des NABU Langenhagen viel zu entdecken.
Foto: NABU Langenhagen / Silke Brodersen
Zum Augusttermin lud der NABU Langenhagen die Kinder der Rudi-Rotbein-Gruppe zum zweiten Teil des „Insektensommers“ ein. Diesmal trotzte die kleine Gruppe Wind und sogar Regen und ging tapfer auf die Suche nach den Sechsbeinern.

Während die Wespen in Ruhe gelassen werden sollten, durfte alles andere behutsam in Becherlupen verfrachtet werden. So landeten zunächst die fleißigen Hummeln und einige Wanzen und Käfer in den Behältern. Jedes Mal, wenn ein Exemplar bestimmt war, wurde der Name notiert das Tier anschließend wieder in die Freiheit entlassen. Die genaue Bestimmung der vielen Heuschrecken war hierbei nicht entscheidend, vielmehr ging es darum, die Vielfalt der Insekten zu zeigen. Auf diese Weise wurden noch einige Siebenpunktmarienkäfer, kleine Laufkäfer und die gemeine Wiesenwanze gezählt. Die allerkleinsten Exemplare wie Ameisen wurden mit Hilfe eines Insektensaugers gefangen.

Manchmal war es schwer, die vielen Beine der wuselnden Tiere zu zählen, und auch der ein oder andere Achtbeiner landete in den Gläschen. „Das sind dann Spinnen“, wusste Bastian genau. Ganz ohne Fangen wurden die Schmetterlinge beobachtet. Neben Kohlweißling und Bläulingen waren auch Wiesenvögelchen und hübsche Feuerfalter zu beobachten. „Wohw, was war das denn?“, war schließlich zu hören, als eine große Hornisse vorbeisauste! Nach zwei Stunden waren alle ordentlich vom Wind durchgepustet und das Betreuerteam sammelte wiederum die Kinder ein.

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Spannende Tümpeltour mit dem NABU Langenhagen

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Viel Spaß bei der Tümpeltour hatten die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe des NABU Langenhagen.
Foto: NABU Langenhagen / Ricky Stankewitz
Auch dieses Jahr war wieder eine bunte Gruppe aus 17 Kindern zum Rudi-Rotbein-Termin „Tümpeln auf der Naturweide“ angetreten. Auf mehreren Weiden von Carsten Engelke sind im Laufe der letzten Jahre mehrere Gewässer angelegt und renaturiert worden, die sowohl für Amphibien als auch für viele an Kleingewässer gebundene Insekten als Trittsteinlebensraum dienen. Die Kinder waren natürlich von den dort weidenden Naturschützern, den Pferden, total begeistert. Durch deren Arbeit wird das Ufer offengehalten und außerdem haben die Pferde dabei auch noch Spaß.

Nach ein paar einführenden Worten durch das Betreuerteam wurden endlich die Kescher verteilt und fleißig gesammelt. „Oh ich habe ganz viele dicke Kaulquappen“, riefen die ersten, und schnell wurden Behälter mit Wasser gefüllt, um die Fundtiere zu versorgen. „Die hat ja schon richtige Beine“, stellte Felix bei einer besonders großen fest, und tatsächlich, bei einigen Kaulquappen war die Umwandlung von der Larve zum Frosch deutlich zu erkennen. Während es sich bei diesen wohl um die fast fertigen Teichfrösche handelte, waren die Larven der Teichmolche zierlicher und viele hatten noch ihre hübschen Außenkiemen, mit denen sie unter Wasser den Sauerstoff atmen, erklärte Betreuerin Silke Brodersen den begeisterten Kindern. Weitere Funde wurden Stück für Stück angeschleppt. So waren verschiedene Arten von Groß- und Kleinlibellenlarven, Ruderwanzen, Wasserskorpione, Rückenschwimmer und verschiedenen Wasserkäfer zu finden. „Schaut mal, wie der sich im Wasser bewegt, daher hat der Taumelkäfer seinen Namen“, veranschaulichte Betreuerin Christine Pracht. So wurde im Laufe des Nachmittags eine ausführliche Liste von Pflanzen und Tiernamen zusammengestellt. Sehr interessant fanden die Kinder, dass die Tiere ganz verschiedene Arten der Atmung heben: Die einen atmen über Kiemen, die anderen nehmen einfach Luftblasen mit und noch andere, wie der Wasserskorpion, haben Atemröhren, mit denen sie wie durch einen Strohhalm Luft holen.

Als es an den zweiten Teich ging, fielen zwischen dem Laichkraut im Vergleich zum ersten Teich sofort die vielen Schlammschnecken und auch kleine Muscheln auf. Ganz genau sah sich Betreuer Ricky Stankewitz die ebenso zahlreichen Molchlarven an, „wenn diese Vorderfüße mit spinnen-artigen Zehen haben, handelt es sich um Larven des Kammmolches“. An Hand von Büchern wurde fleißig verglichen, aber „nein, das sind alles Teichmolche“, stellte Conrad fest.

Der dritte Teich wurde nur kurz inspiziert, aber auch hier waren wieder einige Molche, Rückenschwimmer und Libellenlarven vertreten, die die Kinder jetzt schon gut erkennen konnten. „Es war so spannend, wann machen wir das wieder?“, war der Gesamttenor der Gruppe.


Buntes Treiben auf der Naturinsel

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Die Rudi Rotbein Gruppe erkundete die Naturinsel (Foto: Silke Brodersen)
Der Frühling lockte auch dieses Jahr die Rudi Rotbein Gruppe wieder auf die Naturinsel. In einer Begrüßungsrunde durften alle 15 Kinder ihre Wünsche zum Entdecken äußern. Nur der Tümpel mit dem frischen Amphibienlaich war tabu. Anschließend ging es unter den wachsamen Augen der Betreuerinnen Silke Brodersen und Christine Pracht los, die kleinen Schätze der Naturinsel selbst zu erforschen.

Die einen beobachteten mit Ferngläsern Meisen, einen Bussard und die scheue Nachtigall, andere brachten in Becherlupen ein Tier nach dem anderen, um mehr über diese kleinen Sechs- und Achtbeiner zu erfahren. „Die Spinnenmännchen haben vorne an den Tastern solche Samentaschen, die aussehen wie kleine Boxhandschuhe“, erklärte Silke Brodersen den Spinnensammlern. Anna durfte die Beine ihrer gefangenen Rollassel zählen und kam ganz richtig auf 14, nämlich 7 Beinpaare. Kirsa zeigte stolz ihre in der Luft gefangene Wildbiene, die an den sogenannten Höschen vollgepackt war mit Pollen. Die Erle wurde von Ella besonders beachtet. So wurden der Stamm und die Blätter abgemalt und die Früchte vom letzten Jahr dazu geklebt. Sogar ein hübsch dunkelblau glänzender Erlenblattkäfer wurde an den angefressenen Blättern dieses Baumes gefunden. An der Trockenmauer, die an diesem Morgen erst von der NAJU erweitert wurde tummelten sich einige wärmeliebende Insekten, und auch an dem Bienenhotel war einiges los. Sogar ein Eichhörnchen zeigte sich, akrobatisch auf einem Zaun balancierend, den Kindern.

Nachdem auch die interessanten „Geräuschkarten“ und kreativen „Inselbilder“ fertiggestellt waren, wurden noch zwei Spiele gespielt. Zunächst war das Schmetterlingsspiel an der Reihe, bei dem die Kinder das Verhalten der Schmetterlinge nachahmen durften und abwechselnd auf Futtersuche, beim Partnertanz und beim Verstecken vor Regen oder Vögeln waren. Zum Abschluss konnten die Kinder beim „Grünspechtspiel“ noch ein paar „Ameisen“ in Form von Gummifrüchten ergattern. Mit vielen Eindrücken im Gepäck zog die Gruppe dann nach zwei Stunden wieder Richtung Parkplatz.

Erlebter Frühling mit schillernden Staren

Große Königslibelle (Anax imperator)
Die Rudi Rotbein Gruppe mit ihren schillernden Staren (Foto: Katja Woidtke)
Silke Brodersen und Christine Pracht hatten ein abwechslungsreiches Programm zu diesem Frühlingsboten zusammengestellt und brachten den Kindern spielerisch das Leben der Stare näher. Nach einer kurzen Einführung suchten die Mädchen und Jungen mit Ferngläsern nach möglichen Bruthöhlen, die in den alten Bäumen zu finden sind. Im Wipfel der Eichen konnten die Kinder sogar Stare beobachten und ihrem Gesang lauschen. Bei Spielen wurde der Formationsflug der Stare nachgeahmt. "Dieser Schwarm kann vor Greifvögeln wie dem Habicht oder Sperber schützen", erklärte Betreuerin Silke Brodersen.

Auf den Wiesen des Parks kann der Star nach Nahrung stochern. Neben Würmern, Schnecken und Käfern stehen auch Früchte wie Kirschen auf dem Speiseplan des Singvogels. "Wer einen Kirschbaum im Garten hat, konnte vielleicht schon beobachten, dass dort Stare landen", erklärte Silke Brodersen den Kindern. "Und da Stare nicht alleine, sondern in einem Schwarm kommen, kann es schon mal passieren, dass so ein Kirschbaum an einem Tag von den Staren leer gefressen wird."

Im Wasserturm konnten die Mädchen und Jungen dann schätzen, wie viele Stare in solch einem Schwarm unterwegs sind und weitere Rätsel rund um den "Vogel des Jahres" lösen. Dazu wurden die Forscherkarten aus dem NAJU-Aktionsheft zum Wettbewerb "Erlebter Frühling" genutzt. Die Kinder lernten, dass der Star ein echter Stimmenimitator ist. Er kann nicht nur den Gesang anderer Vögel, sondern sogar Handytöne nachahmen. Begeistert waren alle von dem schillernden Prachtkleid der Stare. Mit Buntstiften wurden die mitgebrachten Vorlagen zu echten Kunstwerken, die die Kinder abschließend mit nach Hause nehmen konnten.

Bei Spielen, in denen hüpfende Amseln gegen trippelnde Stare antraten und Stare ihre Partner für die zweite Brut wechselten, hatten alle viel Spaß und konnten ihr Wissen über den interessanten Vogel vertiefen. Lukas und Maxime wurden zu schillernden Staren herausgeputzt und zeigten stolz ihr prächtiges Gefieder. "Ich bin der Schönste hier!" tönte es durch den Eichenpark. Und beim abschließenden Wollknäuelspiel zeigten die Kinder, dass sie an diesem Nachmittag ganz viel über das Leben des Stares gelernt hatten.


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