Rudi Rotbein, Naturinsel Langenhagen
   
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Naturinsel, Aktuelles und was wir erlebt haben      Aktuelles und was wir erlebt haben
 
 
Rudi Rotbein Gruppe erkundet den herbstlichen Eichenpark

Die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe machten eine herbst-
liche Rallye durch den Eichenpark Langenhagen                    
(Foto: Silke Brodersen)
Spielerisch gingen die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe bei ihrem letzten Treffen in Form einer Ralley auf Entdeckungstour im Eichenpark. Trotz des Regens waren alle hoch motiviert und perfekt regenfest ausgestattet. Schnell wurden zwei Teams gebildet und die Aufgaben verteilt. So las der eine vor, der nächste durfte schreiben, andere trugen Sammelbehälter, Girlande oder den wichtigen Regenschirm, da der Regen sonst das Papier durchweicht hätte. Die Betreuerinnen Silke Brodersen und Christine Pracht spornten hierbei ihre Gruppen an, Blätter und Früchte zu sammeln, um diese den anderen hinterher zeigen zu können.

Im Laufe der Ralley wurden verschiedene Aufgaben gemeistert. Eine vom Sturm umgestürzte Eiche konnte anhand ihrer Jahresringe auf ca. 93 Jahre datiert werden. Anhand einer speziellen Messmethode konnte die Höhe der noch stehenden Eichen auf ca. 25 bis 30 Meter eingeschätzt werden. An einer anderen Stelle sollten die Stockwerke des Waldes bestimmten Tieren zugeordnet werden. Hier wusste Emilian sofort: „Der Regenwurm wohnt in der Bodenschicht.“ Und Annika ergänzte: „Der Specht macht Löcher in den Stamm, also wohnt er in der Stammschicht.“ Eine weitere Schicht, die Streuschicht, wurde noch intensiver untersucht. Hier sammelten die Mädchen und Jungen zahlreiche Asseln, Hundertfüßer, Tausendfüßer, Spinnen und Käfer in Becherlupen, um sich die Tiere noch besser anschauen zu können. Diese sollten nach der Anzahl ihrer Beine geordnet werden. Auch Schnecken und Regenwürmer wurden gefunden, die sich über das nasse Herbstlaub hermachten. Dass daraus wieder Humus wird, konnten die Kinder direkt fühlen.

Besondere Mitbewohner fanden die Kinder an dem Stamm einer Buche, wo mehrere Pilze aus dem Stamm lugten. An den Pappeln konnten die parasitisch lebenden Misteln entdeckt werden, die sich als immergrüne Blattkugeln hoch oben an den entlaubten Zweigen befanden. „Die kleben doch so“, meinte Bastian. „Und Miraculix braucht Misteln für den Zaubertrank“, wussten die Asterix-Kenner.Jetzt musste noch ordentlich gesammelt werden. Blätter von Platane, Erle, Eiche, Ulme, Hasel und Zaubernuss wurden ordentlich auf eine Schnur als Girlande gezogen. In den Eimer kamen dafür Früchte wie Hagebutten, Eicheln, Kiefernzapfen, Bucheckern und auch eine Zaubernuss und der kugelige Zapfen eines Mammutbaumes. Eine weitere, besondere Frucht war die weiße Frucht der Schneebeere, die auch Knallerbse genannt wird. Damit hatten die Kinder viel Spaß. Bei der abschließenden Vorstellungsrunde im Wasserturm konnten alle noch einmal ihre Funde vorstellen und die Lieblingsstücke mit nach Hause nehmen.


 

 
Spätsommer auf der Naturinsel

Die Kinder schnupperten an den verschiedenen Kräutern
(Foto: Katja Woidtke)
Schnuppern, Schmecken und Entdecken standen auf dem Programm der Rudi Rotbein Gruppe beim Treffen auf der Naturinsel, bei dem die Kinder den Spätsommer genossen. Betreuerin Silke Brodersen hatte viele verschiedene Kräuter mitgebracht, und schnell steckten die Mädchen und Jungen ihre Nasen tief in den Rosmarin, Salbei oder die Zitronenmelisse. „Das duftet ja ganz stark“, tönte es begeistert über die Naturinsel. Beim Probieren verzogen die Kinder dann doch etwas das Gesicht. Der intensive Geschmack mancher Kräuter war für ihre Geschmacksknospen teilweise ungewohnt. Und so wählten sie für die Zubereitung eines leckeren Kräuterquarks statt Wermut und Pimpinelle doch lieber überwiegend die gewohntere Petersilie und den Schnittlauch. Gemeinsam wurde eifrig geschnippelt, geschält und gerührt und natürlich genascht. Begeistert dippten die Kinder Salatgurke und Möhrenstückchen in ihren Quark. „Hmmh, ist der lecker!“ freuten sie sich über ihr gesundes Picknick.

Nach so viel Schnuppern und Schmecken ging es ans Entdecken. Mit Becherlupen zogen die Mädchen und Jungen über die wilde Wiese und zeigten den Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen stolz ihre Funde. Neben Schnaken, Spinnen und Käfern entdeckten die Kinder auch Schnecken, die mit der Lupe jeweils genauer angeschaut wurden.

Mit Bleistiften und Papier erforschten sie anschließend die Bäume auf der Naturinsel und pausten die Rinde von Birke und Erle ab. Auch beim Spechtspiel hatten die Kinder ihren Spaß, und ihrer Kreativität konnten sie beim Basteln von Minimandalas mit Naturmaterialien freien Lauf lassen. Dafür drückten sie selbst trocknende Modelliermasse in Marmeladenglasdeckel und verzierten alles mit Blättern, Früchten der Erle oder Muscheln. Abschließend konnten die Mädchen und Jungen ihre Kunstwerke als Erinnerung an einen spannenden Nachmittag auf der Naturinsel mit nach Hause nehmen.


 
       
  Lecker - den Kindern der Rudi Rotbein Gruppe schmeckte es
(Foto: Katja Woidtke)
Mit der Becherlupe konnten die Tiere genau betrachtet werden
(Foto: Katja Woidtke)
Mit Papier und Bleistift wurde die Rinde von Bäumen abgepaust
(Foto: Silke Brodersen)

 
NABU Kindergruppe geht auf Tümpeltour

Kinder beim Tümpeln
Die Rudi Rotbein Gruppe traf sich zum Tümpeln auf der
Naturweide                                 (Foto: Silke Brodersen)
Zum beliebten Tümpeltermin waren dieses Jahr 15 Kinder der Rudi Rotbein Gruppe mit Gummistiefeln angetreten. Zunächst ging es mit dem Bollerwagen von Hof Engelke aus zum nahe gelegenen Gewässer der Naturweide. Die Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen erklärten, dass die Pferde hier die Naturschutzarbeit übernehmen, denn durch die Beweidung wird das Ufer offen gehalten. So konnten die Kinder am Gewässer sogar den Sonnentau finden. Nach dem Verteilen der Kescher wurde fleißig gesammelt. Viele Kaulquappen des Teichfrosches gingen ins Netz und auch einige Teichmolche nebst Larven waren dabei. Besonders hübsch war das Männchen mit seinem orange-roten Bauch. Unermüdlich brachten die Kinder Tier für Tier zu den Betreuerinnen, die die vielen Fragen beantworteten. „Ist das eine Großlibellen- oder eine Kleinlibellenlarve? Was ist der Unterschied zwischen Ruderwanze und Rückenschwimmer? Wozu braucht der Wasserskorpion diese Röhre da hinten?“ Hier war die Antwort zum Beispiel: „Zum Atmen!“ Auf etliche Eimer verteilten sich die Funde und Silke Brodersen erklärte, dass selbst die kleinen Punkte, die sich im Wasser bewegen kleine Tiere sind, von denen sich die großen ernähren. Hier wusste Felix zu ergänzen: „Das nennt man doch Plankton!“

Nachdem der erste Tümpel gut untersucht war, zog die Gruppe zu einem zweiten, der erst letztes Jahr renaturiert worden war. Ricky Stankewitz, der sich seit Jahren besonders für die Lebensräume der Amphibien in Langenhagen einsetzt, erklärte den Kindern, dass hier der Tümpel abgeflacht und von Gehölzen befreit wurde, damit Insekten und Amphibien wieder bessere Lebensbedingungen haben. Auch hier herrschte unter Wasser reges Leben, wobei besonders viele Molchlarven und Ruderwanzen zu finden waren. Der sehr lehmige Untergrund lockte noch ganz andere Nutzer an. Hier sammelten solitäre Wildbienen den Lehm für ihre Bruthöhlen, was die Kinder interessiert beobachteten.

Etwas dreckiger und nasser als vorher, aber erfüllt von vielen neuen Eindrücken wurden die Kinder wieder von den Eltern in Empfang genommen und der ein oder andere hat bestimmt von Kaulquappen geträumt.


 
  Mit Gummistiefeln stiegen die Kinder ins Wasser   Interessiert wurden die Funde begutachtet   Das Tümpeln ist für die Kinder immer ein großer Spaß  
  Mit Gummistiefeln stiegen die Kinder ins Wasser
(Foto: Silke Brodersen)
Interessiert wurden die Funde begutachtet
(Foto: Silke Brodersen)
Das Tümpeln ist für die Kinder immer ein großer Spaß (Foto: Silke Brodersen)

 
Rudi Rotbein Gruppe erforschte den Lebensraum Hecke

Rudi Rotbein Gruppe erforschte den Lebensraum Hecke
Die Rudi Rotbein Gruppe erforschte den Lebensraum Hecke
rund um die Fläche "Kreyen Wisch" (Foto: Silke Brodersen)
Bei fast schon sommerlichen Temperaturen trafen sich 13 Kinder der Rudi Rotbein Gruppe des NABU Langenhagen, um zum Thema "Lebensraum Hecke" rund um den „Kreyen Wisch“ auf Entdeckungstour zu gehen. Zunächst erklärte Betreuerin Silke Brodersen die Renaturierungsmaßnahme auf dem ehemaligen Acker in der Nähe des Waldsees. Mit Unterstützung verschiedener Sponsoren wurde dort ein Teil des Projektes „Lebendige Wietzeaue“ weiter umgesetzt. Ein Kleingewässer wurde angelegt, Schutzhecken aus heimischen Gehölzen gepflanzt und artenreiches Grünland ausgesät, das später von Pferden beweidet wird. Da die neuen Gehölze noch recht klein waren und Bodenbrüter auf der Fläche vermutet wurden, machte sich die Gruppe daran, die umgebende Natur zu beobachten.

Die Kinder lauschten nach Vogelstimmen, und schnell war der Zilp Zalp erkannt und auch ein Buchfink. Später waren noch eine Nachtigall und hoch am Himmel eine Feldlerche zu entdecken. Für die Kinder waren aber besonders die kleinen Insekten und auch Spinnen interessant, die sie selber fangen und in Becherlupen vergrößert betrachten konnten. Neben Ameisen, verschiedenen Laufkäfern, Blattkäfern und Wanzen, kamen die Kinder immer wieder mit besonderen Funden an. Ein Bockkäfer mit schönen langen Fühlern war dabei, eine Larve einer Laubheuschrecke und ein fetter Maikäfer. Dieser hatte Glück, nicht auf den Dornen des Weißdorns aufgespießt zu sein, denn die Kinder wussten ganz gut, dass die Dornen der Heckenpflanzen nicht nur Schutz für Vögel darstellen, sondern der Neuntöter auch gerne seine Opfer dort lagert. Dann erklärte Betreuerin Silke Brodersen noch einigen Kindern, dass die Schnellkäfer sich durch einen Schnappmechanismus wieder aus der Rückenlage heraus katapultieren können, und dass männliche Spinnen an den Tastern Samentaschen haben, die wie kleine Boxhandschuhe aussehen.

Maikäfer im Weißdorn
Im Weißdorn entdeckten die Kinder einen Maikäfer
(Foto: Silke Brodersen)
Bei dem anschließenden Spiel, das Christine Pracht vorbereitet hatte, durften die Kinder durch gezielte Fragen erraten, welches Tier oder welche Pflanze sie als Zettel auf dem Rücken kleben hatten. Das war nicht ganz einfach für Meise, Maus & Co, aber selbst die Seerose und der Holzwurm wurden geschickt erraten. In einem Mauseloch wartete dann noch eine Überraschung auf die Gruppe. Einer Eidechse war der Rückweg durch eine Maus versperrt, so dass die kleine Echse von Ricky Stankewitz, der auch noch zur Gruppe stieß, gezielt gefangen wurde. Behutsam wurde das Tier allen Kindern gezeigt, bevor er es wieder in die Freiheit entließ.

Der Rückweg wurde begleitet vom schönen Lied der Goldammer, die sich mit ihrem gelben Gefieder auch noch zeigte. So ging ein fröhlicher Entdeckernachmittag zu Ende.


 

 
Frühlingsbote Waldkauz - »Erlebter Frühling« bei der Rudi Rotbein Gruppe

Der Waldkauz war Thema bei der Rudi Rotbein
Gruppe                          (Foto: Silke Brodersen)
Ein wunderbarer Frühlingstag erwartete die Rudi Rotbein Kinder des NABU Langenhagen beim letzten Treffen am Wasserturm. Zum Thema Waldkauz konnten dieses Mal alle Aktionen draußen stattfinden.

An einem ausgestopften Exemplar aus dem Schulbiologiezentrum konnten die Mädchen und Jungen die wichtigen Merkmale einer Eule erkennen. „Sie haben sehr scharfe Krallen“, fing Nikolai an...“ja, sie gehören zu den Greifvögeln“, ...“und fressen gerne Mäuse“, und so ging es weiter ...“die Ohren sieht man nicht, die sind unter den Federn, aber sie können sehr gut hören“. Die Details wurden dann von den Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen näher erklärt. Typisch für Eulen kann auch der Waldkauz lautlos fliegen, weil er an den Flügeln verschiedene Strukturen besitzt, die eine Verwirbelung der Luft verhindert. Auch die Aufzucht der Jungen wurde vorgestellt und Silke fragte die Kinder, wie die Jungvögel heißen könnten, die dann auf den Ästen sitzen und nach Nahrung betteln. Gemeinschaftlich rieten die Kinder über Frischlinge, Nestlinge und Astlinge den richtigen Begriff der Ästlinge heraus. Und während der typisch langgezogene Ruf „Huu-huhuhu-huuh als Revier und Balzruf vor allem im Herbst und Spätwinter zu hören ist, so kann man den Kontaktruf „ku-witt“, fast das ganze Jahr hören. Die gefangenen Mäuse werden übrigens im Ganzen verspeist und das Fell und die Knochen als Gewölle wieder ausgewürgt. Solche Gewölle konnten sich die Kinder auch anschauen, aber dieses Mal wurden sie nicht auseinander präpariert.

Als nächstes wurde eine Runde gespielt. Die neun Kinder wurden in zwei Familien aufgeteilt, deren Eltern dafür sorgen mussten, dass ihre Jungen satt werden. Während die jungen Ästlinge rufend auf Futter warteten, suchten die Eltern die vorher von Christine versteckten weißen und rosa „Mäuse“. Dieses Spiel begeisterte nicht nur die Kinder, auch die Eichenparkbesucher beeindruckte das eifrige Treiben dieser Waldkauzfamilien.

Danach durfte etwas gebastelt werden, wobei aus einem ausgeschnittenen Ei kreative neue Formen gestaltet wurden wie zum Beispiel Schwäne, Eulengesichter, Masken und sogar Raumschiffe. Ein paar Regentropfen beendeten die Kreativphase und es wurde noch einmal gespielt. Im Kreis wurden kleine Geschichten zum Thema Wald erzählt: Die Eiche wird sowohl von den Eichhörnchen, dem Eichelhäher und auch dem Hirsch geliebt, und selbst der Engerling im Boden träumt schon von den saftigen Eichenblättern. Ein Eichhörnchen hat so viel Nüsse gesammelt, dass es zur Nusspartie einlud. Natürlich zogen auch Waldkauz, Bussard und Fuchs im Wald die Runde, wobei die Waldmaus besonders aufpassen musste.

Die letzte Viertelstunde nutzten die kleinen Naturforscher, um mit Ferngläsern noch den ein oder anderen Vogel beobachten zu können. Neben den Dohlen im Wasserturm waren auch die Stare an den Baumhöhlen sehr interessant, weil sie so viele verschiedene Stimmen von sich gaben. Und auch, wenn noch keine Waldkäuze im Geäst zu finden waren, so gaben sich Buschwindröschen, Scharbockskraut und Lerchensporn dafür besondere Mühe, den Tag hübsch ausklingen zu lassen.


 

 
Von Molchen, Fröschen und Kröten - Rudi Rotbein Gruppe lernt Amphibien Langenhagens kennen

Silke Brodersen erklärt die verschiedenen
Entwicklungsstadien von Amphibien
(Foto: Ricky Stankewitz)
Bei diesem Treffen der Rudi Rotbein Gruppe des NABU Langenhagen ging es rund um die Amphibien. Erwartungsvoll versammelten sich die Kinder zunächst im NIL (Natur-Informationszentrum Langenhagen), wo ein kleines mit Wasser gefülltes Aquarium stand. Mit vielen Bildern zeigten die Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen den Mädchen und Jungen, wie aus dem abgelegten Laich Kaulquappen heranwachsen, bevor sie sich zu Molchen, Kröten oder Fröschen entwickeln. "Wichtig ist, dass Amphibien einen Teil des Lebens im Wasser verbringen und einen anderen Teil auch an Land leben können", erklärte Silke Brodersen. Diese Lebensweise konnten alle dann auch an den lebenden Exemplaren beobachten, die Ricky Stankewitz behutsam aus seinen Sammelboxen

Nach dem Motto „wir können nur schützen, was wir kennen“ konnten die Kinder drei verschiedene Molcharten miteinander vergleichen, und auch die Erdkröte näher betrachten. Während die Tiere an Land recht unbeholfen wirkten, waren sie im Wasser gewandte Schwimmer und mussten nur selten Luft an der Oberfläche holen. „Wieviele Finger und wieviele Zehen könnt ihr zählen?“ fragte Silke Brodersen und tatsächlich waren es nur vier Finger aber fünf Zehen. Anschließend lösten einige Kinder noch ein kniffliges Quiz, während andere verschiedene Vorlagen zu Amphibien ausmalten. Dabei war der gelb-schwarze Feuersalamander natürlich der Favorit. Mitgebrachte Abgüsse aus dem Schulbiologiezentrum waren hierzu eine gute Vorlage.

Zum Abschluss ging es noch einmal in den Park, wo noch mehrere Spiele zum Thema angeboten wurden. Im Teich mussten sich abwechselnd die jungen Frösche vor den Reihern in Acht nehmen. Als nächstes sollten sich die Krötenmännchen von den Krötenweibchen zum imaginären Teich tragen lassen. Gar nicht so einfach, wenn man keine Kröte ist, sondern ein ganz normales Menschenkind. Wie die Teichbewohner voneinander abhängen, wurde noch mit Hilfe eines Netzes dargestellt, wo jedes Kind ein anderes Tier verkörperte und einen Teil des Fadens hielt. „Ich bin ein Kammmolch“, „Ich eine Libellenlarve“, und “Ich bin dann der Graureiher!“ riefen die Kinder. Sogar eine Seerose und Wasserkrebse waren dabei. Am Schluss durften die Kinder noch als Kröten eine „viel befahrene Straße“ überqueren, wobei auch die Autos von den Kindern gespielt wurden. Nachdem einige Kröten erwischt wurden, bauten die drei Betreuer einen Krötenzaun auf, wodurch alle übrigen gerettet werden konnten. Das war ein schöner Abschluss für diesen eindrucksvollen Tag.


 

 
Rudi Rotbein - Schlau wie ein Fuchs

Rund um den Fuchs drehte sich alles beim Treffen der
Rudi Rotbein Gruppe                    (Foto: Katja Woidtke)
Fröhliches Kinderlachen klingt beim Treffen der Rudi Rotbein Gruppe durch den Eichenpark. Silke Brodersen und Christine Pracht haben an diesem Nachmittag wieder tolle Spiele für die sechs- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen im Gepäck, die gemeinsam über die Wiese toben. Heute dreht sich alles um den Rotfuchs. Dass der nicht nur gut riechen, sondern auch gut hören kann, wird gleich spielerisch ausprobiert. Abwechselnd sind die Kinder ein Fuchs, der mit verbundenen Augen erhören soll, wer aus der Gruppe gerade welchen Tierlaut nachahmt. Zu hören sind dabei nicht nur bellende Hunde, miauende Katzen und trötende Elefanten, sondern auch echte Kraniche, die in Formation am Himmel fliegen. Genau über der Rudi Rotbein Gruppe drehen die majestätischen Vögel noch trompetend ein paar Runden, ehe sie in neuer Formation ihren Flug Richtung Norden fortsetzen. "Schaut mal, die Kraniche ziehen schon in den Norden. Dann ist der Frühling nicht mehr weit", erklärt Silke Brodersen den Kindern.

Wie ein Fuchs aussieht und wie sich sein Fell anfühlt können die Kinder anschließend hautnah im Wasserturm erleben, da die Betreuerinnen Präparate aus dem Schulbiologiezentrum Hannover mitgebracht haben. Ganz genau betrachtet wurde auch der Schädel eines Fuchses, der zu den Raubtieren zählt und sich größtenteils von Mäusen und anderen Kleintieren ernährt. Aber auch Früchte stehen auf dem Speiseplan eines Fuchses. "Hier könnt ihr gut die Reißzähne erkennen", zeigt Christine Pracht den Kindern, die ihr gelerntes Wissen über den Fuchs anschließend in einem kleines Quiz testen können, während die jüngeren Kinder der Gruppe malen. Zum Abschluss dürfen alle Kinder noch den sogenannten "Maussprung" ausprobieren, indem sie unter Laub raschelnde Stoffmäuse erhaschen sollen. Das ist nicht so einfach, und nicht jeder Versuch wird ein Treffer.

Das Fazit des Tages lautet: Füchse sind sehr intelligente Tiere und können sich gut verschiedenen Lebenssituationen anpassen. Kleine "Schlaufüchse" sind nach diesem Nachmittag nun auch die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe, die viel aus dem Leben des Raubtieres gelernt haben.


 
       
  Der Rotfuchs (Vulves vulves) ist gut an seinem rötlichen Fell und der weißen Brust zu erkennen (Foto: Katja Woidtke) Wir fühlt sich das Fell eines Fuchses an?
(Foto: Katja Woidtke)
Im Wasserturm wurde der Schädel eines Fuchses genauer betrachtet
(Foto: Katja Woidtke)

 
Eichhörnchentag bei der Rudi Rotbein Gruppe

Die Rudi Rotbein Gruppe war den Eichhörnchen auf der
Spur                                             (Foto: Silke Brodersen)
Beim letzten Treffen der Rudi Rotbein Gruppe des NABU Langenhagen drehte sich alles rund um das Eichhörnchen.

Draußen im Eichenpark wurde zwischen dem Laub von den Kindern noch die ein oder andere Eichel gefunden. Die Eichhörnchen sammeln diese Früchte, um während der sogenannten Winterruhe immer mal wieder von dem Vorrat naschen zu können. Das wusste auch Amelie ganz gut. Alle 12 Kinder durften erst einmal je eine Walnuss und zwei Haselnüsse verstecken, um zu testen, ob diese später noch wiedergefunden werden. Nachdem alle Nüsse versteckt waren, wurden die verschiedenen Arten der Überwinterung von Tieren besprochen. So konnten die genannten Tiere spielerisch den verschiedenen Überwinterungsstrategien zugeordnet werden. Der Storch durfte nach Afrika fliegen, die Blaumeise blieb am Vogelhäuschen. Die Fledermaus kam als Winterschläfer in die Höhle, während der Igel in den Laubhaufen kam. Die Kröte konnte unter Steine kriechen, während Hase, Fuchs und Reh mit ihrem dicken Winterfell auch draußen noch gut klar kommen. Plötzlich war ein Ruf eines Vogels zu hören und Silke meinte: „Oh da muss ein Buntspecht sein, lasst ihn uns suchen!“ Und tatsächlich, auf der anderen Seite der Eiche war der Buntspecht gut bei seiner Futtersuche zu beobachten.

Um auch ein Eichhörnchen betrachten zu können, hatten die Betreuerinnen wieder Präparate aus dem Schulbiologiezentrum mitgebracht. So konnten die Kinder den buschigen Schwanz, die Nagezähne, die rotbraune Färbung und die Puschelöhrchen des Winterfells gut erkennen. Christine hatte einen echten Kobel mitgebracht und die Kinder konnten fühlen, wie kuschelig es drinnen ist. Bei den mitgebrachten Tieren war auch ein Hermelin in braunem Sommerfell und eines mit weißem Winterfell dabei. Woher der Siebenschläfer seinen Namen haben könnte, wussten die Kinder auch: “Der schläft sieben Monate lang!“ Die nächste Frage warf Christine in die Gruppe: „Wie viele Stacheln hat wohl der gezeigte Igel?“ „Vielleicht Hundert?“, „Nee, mehr!“, „Oder Tausend?“, „Noch nicht ganz, es sollen etwa 8000 sein!“

Und dann war da noch ein ganz großer Winterschläfer, fast so groß wie ein Biber, aber ohne Biberschwanz. „Oh, das ist ein Murmeltier“, wusste Kirsa und malte gleich einen Berg mit Murmeltieren und Steinböcken. Während die einen malten, lösten die anderen Quizfragen.

Zuletzt ging es wieder nach draußen und die Kinder mussten ihre Nüsse wiederfinden, was fast allen gelang. Ein paar der Nüsse waren aber verschwunden, ob vom Eichhörnchen gemopst oder einfach nicht wiedergefunden, das bleibt offen. Vielleicht wächst ja nächstes Jahr ein neuer Haselnussstrauch auf dem Spielplatz, denn so sorgen Eichhörnchen auch Jahr für Jahr für Baumnachwuchs.


 
       
  Auf der Suche nach Eicheln (Foto: Silke Brodersen) Wie fühlt sich wohl ein Kobel an? (Foto: Silke Brodersen) Fast alle Eicheln wurden nach dem Verstecken von den Kindern wiedergefunden (Foto: Silke Brodersen)

 
Herbstzauber mit Rudi Rotbein - Apfelernte war gewünscht

Kletternd wurden die letzten Äpfel geerntet
                                (Foto: Silke Brodersen)
Die Rudi Rotbein Gruppe traf sich gleich zu Beginn der Herbstferien am Wasserturm im Eichenpark. Kaum angekommen, kam die Frage an Silke Brodersen und Christine Pracht: „Machen wir wieder Apfelmus?“ Die Betreuerinnen waren in weiser Voraussicht darauf vorbereitet und starteten mit Apfelpflücker ausgerüstet Richtung Obstbaumallee. Auf dem Weg dorthin wurde nebenbei noch etwas über die Herbstzeit gelernt.


Zwischen dem Laub der Eichen lagen auch schon die frischen Früchte von diesem Jahr. „Und wer frisst die?“, fragte Silke. "Na klar, die Eichhörnchen“, kam es wie aus einem Mund. Etwas schwieriger war es mit den Früchten der Hainbuche. "Diese kleinen Nüsse", zeigte Christine, "sind mit drei Flügeln ausgestattet, die diese Samen durch den Wind verbreiten." Auch diese Frucht ist eine beliebte Speise für Eichhörnchen und auch für viele Vögel. „Solche Früchte liegen auch bei uns an der Schule“, wusste Kirsa zu berichten und auch, dass man toll auf solche Bäume klettern kann.

Die Kletterkünste waren dann auch bei den Kindern gefragt, als es zu den Apfelbäumen ging. Die Äpfel im unteren Bereich waren schon alle abgeerntet. Also musste nicht nur der weit ausgezogene Apfelpflücker benutzt werden. Auch das eine oder andere Kind durfte direkt pflücken. Kurze Zeit später war die Erntekiste voll und es ging zurück zum Turm, wo fleißig an den noch recht knackigen Boscop geschnippelt wurde. Auch das meisterten die Kinder. Und während die Äpfel kochten, wurden die Kinder zum Thema Herbst sehr kreativ. Angeregt durch die mitgebrachten Früchte entstanden getuschte Apfelbäume, Hagebutten und Berglandschaften. Ein Gemeinschaftsbild mit Apfel- und Kastanienbaum wurde sogar mit aufgeklebtem Moos und Rinde verziert.

Bald kam aus der Küche ein leckerer Apfelduft. Flugs waren dann auch die gekochten Äpfel durch die „flotte Lotte“ gedreht und das noch warme Mus mit Zimt und Zucker verspeist.


 
       
  Die waren bald zu Apfelmus
verarbeitet
(Foto: Katja Woidtke)
Die "Herbstzauberer" bei der Arbeit
(Foto: Silke Brodersen)
Zum Abschluss gab es leckeres Apfelmus
(Foto: Silke Brodersen)

 
„Heulen mit den Wölfen“ - Rudi Rotbein Gruppe besucht das Wisentgehege in Springe

Spannende Beobachtungen machte die RudiRotbein Gruppe
beim Besuch des Wisentgeheges     (Foto: Silke Brodersen)
Mit Bahn und Bus ging es im September für die Rudi Rotbein Gruppe nach Springe ins Wisentgehege. Trotz grauem Himmel mit Nieselregen starteten die Kinder mit ihren Betreuerinnen Silke Brodersen und Christine Pracht erwartungsvoll in den Tag, um diese interessante Tierwelt zu entdecken. Gleich bei den Wildschweinen wurde von den Kindern geklärt, dass diese Keiler, Bachen und Frischlinge genannt werden. Christine ergänzte noch, dass die ganze Gruppe als Rotte bezeichnet wird. Anschließend ging es im Schnellschritt zu der Flugschau. Bei der faszinierenden Darbietung konnten nicht nur die Flugkünste der Falken, Bussarde, Adler und Eulen bestaunt werden. Die Falkner erzählten auch sehr viel Interessantes zu den einzelnen Vögeln. So sucht der Turmfalke beim Rütteln nicht direkt Mäuse, sondern deren Urinspuren. „Die warten dann also am Mäuseklo, bis mal eine Pipi muss?!“ fand Kirsa faszinierend.

Das nächste Highlight wartete schon in Form der Wolfspräsentation. Die drei mit der Hand aufgezogenen Wölfe waren natürlich dem Pfleger gegenüber zutraulich und alle konnten diese schönen Tiere sicher durch den Zaun betrachten. Durch das gemeinsame Heulen wurden die etwas weiter entfernten Polarwölfe auch zum Heulen animiert. Dass die Tiere in Vollmondnächten den Mond anheulen wäre aber nicht ganz richtig. Vollmondnächte werden von Wölfen nur gerne zur Jagd genutzt, die durch das Heulen angekündigt wird. Übrigens bräuchten die Kinder keine Angst vor den wiedergekehrten Wölfen haben, die Menschen gehörten nicht in ihr Beuteschema. Allerdings darf auch kein Anfüttern dieser Wildtiere stattfinden, also keine Lebensmittelreste oder Verpackungen in der Natur zurückgelassen werden.

Mittlerweile war der Regen stärker und der Hunger größer geworden, so dass dringend eine Pause angebracht war, die die Kinder nicht nur zur Stärkung, sondern auch zum Spielen nutzten. Danach ging es noch zu der „Bärenbrücke“, den Wildpferden, den Waschbären und weiteren Kleinraubtieren. Hier konnte ein kleiner Iltis dabei beobachtet werden, wie er sich ein Futterküken nach dem anderen in seinen Bau schleppte.

Kurz vor der Abfahrt wurde noch der Luchs in seinem Gehege gesucht und auch gefunden. Sabrina war ganz glücklich: „Ich wollte gerne den Luchs sehen und jetzt haben wir ihn alle gesehen, das ist sooo toll!“ Schließlich fuhren die Kids erfüllt von den Eindrücken und schon etwas erschöpft wieder mit Bus und Bahn nach Langenhagen zurück.


 
       
  Braunbär im Wisentgehege Springe
(Foto: Silke Brodersen)
Iltis im Wisentgehege Springe
(Foto: Silke Brodersen)
Wildschweine mit Frisch-
lingen im Wisentgehege Springe
(Foto: Silke Brodersen)

 
Kleine Abenteurer auf großer Safari

Picknick auf der Naturweide
Picknick auf der Naturweide                (Foto: Katja Woidtke)
Anfang August brach die Rudi Rotbein Gruppe des NABU Langenhagen zu einer Safari in Krähenwinkel auf und untersuchte mit ihren Betreuern Silke Brodersen, Christine Pracht und Ricky Stankewitz das Kleingewässer auf der Naturweide, einem Projekt des NABU Langenhagen. 2012 wurde der von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, durch private Spenden und durch eigene Mittel des NABU Langenhagen finanzierte Tümpel angelegt, um die Lebensräume für Libellen und Amphibien zu verbessern. Seitdem geht die Rudi Rotbein Gruppe dort einmal im Jahr auf Entdeckungstour.

Mit Keschern und Becherlupen ausgestattet zogen die Kinder mit ihrem Bollerwagen am Nachmittag los Richtung Naturweide. Dort angekommen wurden fix die mitgebrachten Gummistiefel angezogen, und es ging an das Gewässer. Hier hat sich im Uferbereich der Mittlere Sonnentau aus der Gattung der fleischfressenden Pflanzen angesiedelt. Pillenfarn und Wasserhahnenfuß sind weitere Pflanzen am Kleingewässer, und in den Binsen konnten die Kinder verschiedene Libellenarten beobachten. Besonders spannend für die kleinen Naturforscher war das Keschern. "Was ist das denn für ein komisches Tier?" fragten sie neugierig und zeigten Silke Brodersen ihren Fund, bei dem es sich um die Larve einer Großlibelle handelte. Um sie genauer betrachten zu können, wurde die Larve vorsichtig in eine mit Wasser gefüllte Schüssel gesetzt. In einer anderen Schüssel beobachteten die Kinder Wasserfrösche in verschiedenen Entwicklungstadien. "Schaut mal! Diese Kaulquappe hat schon Hinterbeine und ist fast ein fertiger Frosch", erklärte Betreuerin Christine Pracht. Spitzschlammschnecke, Teichmolche und Wasserskorpione zählten zu den weiteren Funden der Kinder.

Im weichen Sand rund um das Kleingewässer wurden Sandlaufkäfer entdeckt und eine Grabwespe beobachtet. Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) war die nächste Entdeckung der Kinder. Sie gehört zur Familie der Echten Radnetzspinnen und wird wegen ihres gelb-weiß gestreiften Hinterleibes auch Zebraspinne genannt. Eine Schwarze Heidelibelle (Sympetrum danae) flog immer wieder über die Wasseroberfläche des Tümpels und setzte sich anschließend in die Binsen. Dort konnten die Kinder das Männchen der Segellibelle mit dem schwarzen Hinterleib näher betrachten.

Nach so viel spannenden Erlebnissen wurde es Zeit für ein gemütliches Picknick. Brote und Obst wurden ausgepackt, und die Kinder gingen anschließend frisch gestärkt wieder auf die Suche nach Taumelkäfer, Kaulquappe und Co. Doch auch irgendwann wurde es Zeit, diese Safari zu beenden. Voller neuer und spannender Eindrücke ging es mit dem Bollerwagen zurück zum Treffpunkt, an dem schon die Eltern auf ihre kleinen Entdecker warteten.


 
       
  Am Kleingewässer wurde ausgiebig gekeschert
(Foto: Katja Woidtke)
Die Kinder machten interes-
sante Funde
(Foto: Katja Woidtke)
Im Uferbereich des Kleinge-
wässers hat sich der Mitt-
lere Sonnentau angesiedelt (Foto: Katja Woidtke)

 
Ein Wochenende in der Natur - Jugendgruppen des NABU Langenhagen quaken mit den Fröschen auf Gut Sunder um die Wette

Keschern auf Gut Sunder
Naturerlebnis-Wochenende 2016: Am Froschteich wurde
mit großer Begeisterung gekeschert (Foto: Katja Woidtke)
Die Vorfreude auf ein spannendes Wochenende in der Natur ist den Kindern und Jugendlichen des NABU Langenhagen schon bei der Abfahrt anzusehen. Schnell ist das Gepäck im Bus verstaut und los geht es Richtung Meißendorf. Dort erwarten die Mädchen und Jungen jede Menge Naturerlebnisse, Spiel und Spaß:


"Schaut mal, da ist ein Frosch", tönt es aufgeregt. Mit Keschern stehen die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe am Froschteich und suchen nach den gut getarnten Amphibien, von denen nur der Kopf zwischen den Wasserlinsen hervorlugt. Schnell haben die kleinen Naturforscher die richtige Methode heraus, fangen einen Frosch und können ihn aus der Nähe betrachten. Danach geht es für die grünen Hüpfer wieder zurück ins Wasser.
 Gut getarnt - Teichfrosch
Gut getarnt - nur der Kopf des Teich-
frosches lugt aus den Wasserlinsen hervor                (Foto: Katja Woidtke
Dort entdecken die Kinder eine Ringelnatter, die Jagd auf die Frösche macht und fasziniert beobachtet wird. Die Schlange ist gut durch ihre halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf zu bestimmen. Für weitere Funde hat Silke Brodersen passende Bestimmungshilfen dabei, in die immer wieder die Nasen gesteckt werden. Die Frage "Was ist das für eine Schnecke?" kann so schnell geklärt werden. Bei der Schnecke mit dem flachen Gehäuse handelt es sich um eine Posthornschnecke, die in stehenden und langsam fließenden Gewässern lebt und sich hauptsächlich von Algen und abgestorbenen Pflanzenteilen ernährt. Auch am Bachlauf gibt es Spannendes zu entdecken. "Das ist ein Springfrosch", erklärt Ricky Stankewitz den Mädchen, die ihm ihren Fund zeigen. Aus Holz bauen sie eine Brücke über den Bach, der für die Jugendlichen der NAJU in diesem Jahr viel zu kalt ist.

Lustige Spiele zum Kennenlernen

Am Nachmittag kommen die Kinder in gemischten Gruppen zusammen und beweisen bei verschiedenen Spielen ihre Teamfähigkeit. Silke Brodersen hat ein Spiel vorbereitet, bei dem Fotos von verschiedenen Tierarten dem jeweiligen Nachwuchs zugeordnet werden. Die Lösungen sind ganz schön knifflig, aber gemeinsam sind schnell passende Paare gefunden. Teamwork ist auch beim Kistenspiel von Oliver Woidtke gefragt. Wer hier keine Rücksicht auf die kleineren Kinder in der Gruppe nimmt und dadurch von den Kisten plumpst, hat schnell das Nachsehen und bekommt eine Strafzeit aufgebrummt. Das Schwammspiel an der Station von Christine Pracht ist ein nasses Vergnügen und kommt bei dem schönen Wetter genau richtig. Denn hier wird mit einem vollgesogenen Schwamm Wasser von einem Eimer zum anderen transportiert und Spritzer bleiben dabei natürlich nicht aus. Ricky Stankewitz wartet im Wald mit einem großen Spinnennetz aus Wollfäden auf die Kinder. Hand in Hand geht es hier auf Zeit einmal quer durch das Netz.

Vor dem Grillabend haben die Kinder bereits wieder ihre Kescher in der Hand und stehen am Froschteich oder gehen auf der Wildblumenwiese auf Entdeckungstour. "Schaut mal dort!" macht Katja Woidtke die Kinder auf Libellen in den Gräsern aufmerksam. "Das sind Azurjungfern bei der Paarung", erklärt sie und zeigt das typische Paarungsrad der Tiere. Ein Großer Blaupfeil schwirrt ebenfalls an den Kindern vorbei. Im Kräutergarten lässt Christine Pracht die Mädchen Blätter der Süßdolde probieren und erklärt die hier wachsenden Pflanzen.

Kurze Nacht am Lagerfeuer

Abends treffen sich alle an der Tischtennisplatte zum Rundlauf und sitzen am Lagerfeuer bei romantischen Gitarrenklängen zusammen. "Gut Sunder ist nur einmal im Jahr..." stimmen die Jugendlichen der NAJU an, ehe die Kinder mit Taschenlampen ausgestattet zu einer Nachtwanderung aufbrechen. Während die Rudi Rotbein Gruppe sich anschließend müde in ihre Schlafsäcke im Strohhotel kuschelt, bleibt die NAJU am Lagerfeuer sitzen. Zum Frühstück am nächsten Morgen gibt es daher eine extra Weckaktion für die Großen, die noch ganz verschlafen von der langen oder eher kurzen Nacht aus ihren Zelten kriechen. Die Rudi Rotbein Kinder sind deutlich ausgeschlafener und machen sich wieder auf den Weg zu neuen Entdeckungen an den Froschteich, wo sie mit lautem Quaken empfangen werden. Wer möchte, kann im Klassenzimmer an Binokularen Libellenflügel, Blütenblätter und verschiedene Präparate stark vergrößert betrachten oder die interaktive Ausstellung Wildtiernis besuchen und so den Besuch auf NABU Gut Sunder abrunden. Nach dem Mittagessen heißt es dann Abschied nehmen, und die Kinder sind sich nach dem abenteuerlichen Wochenende in der Natur einig: "Wir fahren nächstes Jahr wieder mit!"


 
  Balance halten beim Kistenspiel   Mit Gitarre und Gesang gab es die passende Stimmung am Lagerfeuer   Akrobatik auf der Slackline  
  Balance halten beim Kistenspiel
(Foto: Katja Woidtke)
Mit Gitarre und Gesang gab es die passende Stimmung am Lagerfeuer
(Foto: Katja Woidtke)
Akrobatik auf der Slackline (Foto: Katja Woidtke)

 
Bunte Botschaft mit dem Stieglitz - Rudi Rotbein Gruppe bastelt Samenkugeln

Futtern mit "spitzem Schnabel" - Rudi Rotbein Gruppe ist
dem Stieglitz auf der Spur             (Foto: Silke Brodersen)
Der Frühling lockte die Rudi Rotbein Gruppe dieses Mal wieder auf die Naturinsel. Als Vogel des Jahres stand der Stieglitz als Botschafter für die Natur auf dem Programm. Betreuerin Silke Brodersen erklärte, dass dieser bunte Vogel auch Distelfink genannt wird, da er Distelsamen liebt: "Er ernährt sich und auch seine Jungen ausschließlich von Pflanzensamen."


Unter dem Motto „bunte Meter schaffen“ durften die Kinder anschließend eigene Samenbomben basteln. „Die explodieren dann, wenn man sie hinschmeißt“, vermutete eines der Kinder, aber Betreuerin Christine Pracht konnte beruhigen. Sie zeigte, wie man aus etwas Erde, Tonpulver und Wasser walnussgroße Kugeln knetet und diese zum Schluss durch eine Samenmischung rollt. „Diese Kugeln könnt ihr dann in euren Garten oder in einen Blumentopf werfen. Wenn es feucht genug ist, keimen die Samen“, erklärte Pracht.

Nachdem jede Menge Kugeln gerollt waren, konnten ein paar Spiele gespielt werden. Zunächst fingen die Vogelfänger wie beim Stehbock-Laufbock die „Vogel“-Kinder, während die Naturschützer sie wieder befreiten. Als Nächstes wurden Kekse kopfüber gegessen, also so, wie der Stieglitz es kann. Mit Pinzetten durfte probiert werden, wie aufwendig es ist, Körner zu sammeln. Auch gemalt wurde fleißig und zum Schluss durften die Kinder noch hautnah erleben, wie eng es wird, wenn der Lebensraum immer kleiner wird. „Oh, da müssen wir uns ganz schön eng quetschen“, stellte eine Gruppe fest. So lernten die Kinder spielerisch, wie wichtig ein abwechslungsreicher Lebensraum mit vielen Samen von Stauden, Gräsern und Bäumen für den Stieglitz ist. Und mit den selbst gebastelten „Samenbomben“ können alle ein kleines bisschen dazu beitragen.


 
       
  Aus Blumenerde, Lehmpul-
ver und Blumensamen wur-
den Samenbomben gerollt (Foto: Silke Brodersen)
Der Stieglitz bekam ein buntes Federkleid
(Foto: Silke Brodersen)
Bei den gemeinsamen Spielen hatten die Kinder viel Spaß
(Foto: Silke Brodersen)

 
Ausflug in die vier Jahreszeiten

Die Rudi Rotbein Gruppe entdeckte die ersten
Frühblüher im Eichenpark (Foto: Katja Woidtke)
Frühling, Sommer, Herbst und Winter konnten die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe bei ihrem letzten Treffen an einem Nachmittag erleben - zumindest theoretisch. Mit einem Globus in der Hand kreiste Betreuerin Silke Brodersen um den gelben Luftballon in der Mitte des Raumes, der die Sonne darstellte. Dabei erklärte sie den Kindern anschaulich, wie es zu Tag und Nacht und zu den verschiedenen Jahreszeiten kommt. Die Mädchen und Jungen wussten bereits, dass die Erde 24 Stunden braucht, um sich um sich selbst zu drehen und dass die Erde sich in einem Jahr 365 mal um die Sonne dreht. "Wie viele Monate gibt es denn?" wollte Silke Brodersen wissen, bekam prompt die richtige Antwort, und Kirsa konnte alle 12 Monate mit Namen richtig aufzählen.

Auf der mitgebrachten Weltkarte konnten sich die Kinder einen Überblick über die verschiedenen Länder und Kontinente unserer Erde und die unterschiedlichen Klimazonen verschaffen, um dann mit Stiften und Papier ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen. Jahresuhren mit den verschiedenen Jahreszeiten wurden ausgemalt, Steinböcke in den Bergen gezeichnet, und Arne kopierte freihand die Weltkarte in A3-Format. "Habt ihr eine Lieblingsjahreszeit?" fragte Betreuerin Katja Woidtke. "Alle!" kam es wie aus der Pistole geschossen und ein Kind erklärte: "Im Winter kann man Schlitten fahren, im Frühling blühen die Blumen, im Sommer ist es so schön warm und im Herbst habe ich Geburtstag."

Nach so viel Theorie ging es auf Erkundungstour in den Eichenpark, um nach ersten Frühblühern zu suchen. Schon vom Treppenabsatz des Turmes aus entdeckten die Kinder Narzissen und Schneeglöckchen, und an den Teichen blühten die letzten Winterlinge. Silke Brodersen erklärte den Kindern, dass die Frühblüher bereits so früh im Jahr blühen können, weil sie aus Knollen und Zwiebeln wachsen, in denen sie Energie speichern. Im Laub lugten an einigen Stellen kleine blaue Blüten von Veilchen, Blaustern und Krokussen hervor. Spannend war auch der große Baumstumpf in der Blutbuchenallee. Die Rudi Rotbein Kinder zählten die Jahresringe, um das Alter des Baumes zu bestimmen, ehe es zurück zum Turm ging, wo die Eltern bereits auf die kleinen Naturforscher warteten.


 
       
  Mit einem Globus erklärte
Silke Brodersen anschau-
lich, wie die verschiedenen
Jahreszeiten entstehen
(Foto: Katja Woidtke)
In der Malstunde entstanden
kleine Kunstwerke
            (Foto: Katja Woidtke)
Wie alt mag dieser Baum
geworden sein?
       (Foto: Katja Woidtke)

 
Auf der Spur von Waldohreule und Uhu - Rudi Rotbein Gruppe erforscht das Leben von Eulen und Käuzen

Die Rudi Rotbein Gruppe lernt das Leben der Eulen und
Käuze kennen                              (Foto: Silke Brodersen)
Rund um unsere in Deutschland heimischen Eulen ging es beim letzten Treffen der Rudi Rotbein Gruppe im NIL im Wasserturm. Christine Pracht und Silke Brodersen hatten wieder einiges Material zusammengetragen, um den Kindern diese interessanten Tiere näher zu bringen.

Der ausgestopfte Uhu mit seinen kräftigen Krallen war beeindruckend und Arne wusste zu berichten: „Der Uhu fängt sogar ausgewachsene Hasen.“ Dass die Eulen dämmerungs- bis nachtaktiv sind, dass sie krumme Schnäbel haben, sehr gut hören, fast lautlos fliegen können und am liebsten Mäuse, aber auch Insekten und Frösche fressen, haben die Kinder sich gegenseitig erzählt. Nebenbei wurden die Schleiereule mit dem schön gefärbten Gesicht betrachtet, der kleine Steinkauz, der Waldkauz und die Waldohreule, deren Öhrchen gar nicht wirklich die Ohren sind, sondern Federpuschel. Christine erzählte: „Junge Waldkäuze haben wir hier am Wasserturm auch schon gesehen.“ Auch, dass sich Waldohreulen im Winter zu Gruppen zusammenschließen, konnte man in Christines Wohnort Engelbostel schon beobachten.

In dem folgenden praktischen Teil durften die Kinder mit Hilfe von Pinzetten Gewölle auseinander nehmen. Da diese „nur“ ausgewürgt sind, hatten die kleinen Forscher auch keine Scheu, die Knöchelchen zu sortieren. „Oh ich habe ein Stück vom Schädel, ...einen Wirbel, … einen Beinknochen“, kam es bald von allen Seiten. Und während eifrig gearbeitet wurde, erzählte Silke noch, dass die Eulen ihren Kopf so weit drehen können, weil sie viel mehr Halswirbel haben als Menschen, nämlich 14 und nicht nur 7 und außerdem klemmen sie sich dabei nicht die Hauptschlagader ab. „Sonst würden sie ja gleich vom Baum fallen, wenn sie den Kopf drehen“, stellte Kirsa prompt fest.

Besonderes Augenmerk wurde auch auf den Schutz der Eulen gelegt. So sind abwechslungsreiche, ungespritzte Landschaftsstrukturen mit Wiesen und lockerem Baumbestand genauso wichtig wie Gebäude und Nisthilfen, die als Brutstätten dienen. Zum Schluss bekam noch jedes Kind ein ausführliches Arbeitsheft geschenkt, das auch noch später an diesen Nachmittag der Eulen erinnert.


 
       
  Silke Brodersen hatte Präpa-
rate aus dem Schulbiologie-
zentrum Hannover besorgt.
(Foto: Silke Brodersen)
Die Kinder untersuchen das
Gewölle von Eulen...
(Foto: Silke Brodersen)
...und finden verschiedene
Knöchelchen.
(Foto: Silke Brodersen)

 
Pfiffige Vogelhäuschen aus Milchkartons

Die Rudi Rotbein Gruppe bastelte Futterstationen aus
Milchkartons                               (Foto: Katja Woidtke)
Rund um die Wintervögel drehte sich das Treffen der Rudi Rotbein Gruppe im November, für das der Quartierstreff Wiesenau seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. 15 kleine Naturforscher waren zu diesem Termin erschienen und hörten Betreuerin Silke Brodersen interessiert zu, die die bekanntesten unserer heimischen Wintervögel vorstellte. Die Präparate hatte das Schulbiologiezentrum Hannover zur Verfügung gestellt und so konnten den Kindern anschaulich die verschiedenen Vogelarten von der Blaumeise bis zum Buntspecht gezeigt werden.

Amsel und Rotkehlchen wurden von den jungen Naturforschern sofort erkannt und auch den Eichelhäher mit seinen typischen blau gefärbten Federn an den Flügeln konnten sie bestimmen. „Jetzt wird es schon schwieriger. Kennt ihr den hier?“ fragte Silke Brodersen in die Runde, zeigte einen Spatz und erklärte, dass es neben dem Haussperling auch den Feldsperling gibt und dass die als Spatzen bekannten Sperlinge gerne mit mehreren Artgenossen gemeinsam unterwegs sind. „Woher sein Name kommt, könnt ihr an den grünen Federn sehen“, verriet Betreuerin Christine Pracht und zeigte den interessierten Kindern einen Grünfinken. Auffällig ist nicht nur sein grünes Gefieder, sondern auch sein kräftiger Schnabel. Wie der Kernbeißer und der Gimpel gehört der Grünfink zu den Körnerfressern. Vögel mit dünnen und spitzen Schnäbeln wie das Rotkehlchen sind dagegen Weichfutterfresser. Die Kinder kannten sich bereits gut aus und wussten, dass Vögel mit langen und spitzen Schnäbeln gerne Rosinen fressen und dass im Winter nur Vögel an den Futterstellen zu sehen sind, die nicht in den Süden ziehen.

Kreative Bastelidee

Nach so viel spannenden Informationen ging es flugs an die Basteltische, um das Gelernte praktisch umzusetzen. Aus alten Milchkartons, buntem Papier und Farbstiften wurden mit Claudia Koch vom Quartierstreff Wiesenau und den Betreuerinnen des NABU pfiffige Futterhäuschen gebastelt, die anschließend an einem geschützten Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon aufgehängt werden konnten. Durch Klappen, Löcher und Fenster können sich nun die Wintervögel ihre Leckerbissen aus dem Häuschen holen und das Futter bleibt dabei trocken und sauber. Lustige Gesichter, hübsche Blaumeisen und andere drollige Vögel wurden auf die Milchtüten gebastelt und gemalt und laden die Wintervögel zu einer Stärkung an der Futterstation ein. Leif begrüßt seine gefiederten Gäste dabei besonders herzlich. „Willkommen in der Tierfutterstation Jüngling. Bitte bedient euch!“ steht auf seinem Futterhäuschen und Betreuerin Christine Pracht freute sich schmunzelnd über Leifs Kreativität mit: „Jetzt kann der Winter kommen!“


 
       
  Claudia Koch (links) vom Quartierstreff Wiesenau bastelte mit den Kindern die Futterstationen
(Foto: Katja Woidtke)
Lustige Futterstationen wurden gebastelt
(Foto: Katja Woidtke)
Die Bastelaktion im Quartierstreff Wiesenau hat viel Spaß gemacht und brachte coole Futterhäuschen
(Foto: Katja Woidtke)

 
Apfeltag bei der Rudi Rotbein Gruppe Langenhagen

Apfeltag bei Rudi Rotbein
Kleine Schleckermäuler beim Apfeltag der Rudi Rotbein
Gruppe                                         (Foto: Silke Brodersen)
Im Oktober trafen sich die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe dieses Mal schon morgens, um gemeinsam über den Markt zu gehen. So zogen die sechs Kinder mit ihren Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen von Stand zu Stand, um das Apfelangebot zu notieren, zu probieren und auch zu kaufen.

An allen Ständen wurde die Gruppe freundlich empfangen und jedem Kind wurden Apfelschnitze der unterschiedlichsten Sorten angeboten und neugierige Fragen beantwortet. So gab es Bioland-Äpfel, die nach strengen Bio-Richtlinien gezogen werden und auch ein großes Angebot an Äpfeln aus dem Alten Land, die dort von den Anbietern selbst geerntet worden waren. Die Entscheidung fiel da manchmal schwer, sich auf eine Sorte zu einigen. Die Kinder entschieden sich schließlich an dem ersten Stand für den Elstar, am zweiten war es der Honeycrisp und am dritten der Cox Orange. Mit der „Beute“ ging es dann zu Fuß Richtung Wasserturm.

Auf die Frage: „Machen wir dann das Apfelmus?“ zwinkerte Christine nur und meinte, es warte unterwegs noch eine Überraschung. Die Freude war dann auch groß, als der Überraschungsgast Beate Neubauer drei Obstpflücker für die Kinder bereit hielt. Mit gewagten Trage- und Pflückmanövern wurde auf der Obstbaumallee dann noch der ein oder andere Apfel geerntet und glücklicherweise kam kein Radfahrer dabei zu Fall. Da es recht frisch war, lockte allerdings bald der geheizte Raum des NILs im Wasserturm.

Silke hatte dort noch einige Apfelsorten von ihrer Arbeit mitgebracht, wo dort in der Baumschule auch viele Sorten als Bäumchen zu bekommen sind. Insgesamt hatten die Kinder an diesem Tag 30 Apfelsorten vor Augen. Die Namen gingen von Alkmene und Ariwa über Delba und Golden Delicius bis zu Rubinola, Topaz und Winterglocke. Ob groß oder klein, ob rot, grün oder gelb, ob rund oder oval, ob süß oder säuerlich, jeder Apfel hatte seinen Reiz und es wurden viele probiert.

Nebenbei wurde noch eifrig Fallobst und die eigene Ernte geschnippelt. In der neu eingerichteten Küche der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL), die stets gastfreundlich ihre Räumlichkeiten für den NABU zur Verfügung stellt, wurden die Äpfel mit etwas Wasser gekocht und anschließend mit Hilfe der „Flotten Lotte“ zu Mus verarbeitet. Das warme Apfelmus mit Zimt und Zucker verfeinert war für alle ein wahrer Genuss. Mit gefüllten Mägen und bepackt mit den Resten des Apfeltages konnten die Kinder gut gelaunt mittags wieder abgeholt werden.


 
  Hoch im Baum hingen die letzten Äpfel   Mit den Apfelpflückern wurde fleißig geerntet   Gemeinsam wurde im NIL geschnippelt  
  Hoch im Baum hingen die letzten Äpfel (Foto: Silke Brodersen) Mit den Apfelpflückern von Frau Neubauer wurde fleißig geerntet
(Foto: Silke Brodersen)
Gemeinsam wurde im NIL geschnippelt
(Foto: Silke Brodersen)

 
Rudi Rotbein Gruppe erkundet die Naturinsel

RudiRotbein erkundet die Naturinsel
Auf der Naturinsel wurde gebastelt (Foto: Christine Pracht)
Anfang September machten sich sechs Kinder und die Betreuerinnen Silke Brodersen und Christine Pracht auf, um gemeinsam auf der Naturinsel zu spielen. Jedes Kind bekam die Möglichkeit, einen Traumfänger aus Naturmaterialien, mitgebrachten Holzperlen und Wolle herzustellen. Als Umrandung nahmen die Kinder Weidenäste, die sich gut formen ließen und dann wurden der Phantasie keine Grenzen gesetzt

Die erste Stunde wurde am Teich und auf der Insel gespielt und es konnten einige Tiere gefunden werden, die die Kinder mit großem Interesse in Becherlupen taten um sie zu beobachten. Zum Beispiel verschiedene Stinkwanzen und eine Raupe, die sich als Ast tarnte. Auch die Wasserpume wurde aktiviert, um zu spielen und den Teich zu füllen. Die Zeit verging wie im Flug und nach zwei Stunden spielen und basteln war ein ereignisreicher Nachmittag beendet.


 
       
  Die tierischen Bewohner der Naturinsel wurden unter die Lupe genommen
(Foto: Christine Pracht)
Die Wasserpumpe brachte riesigen Spaß
(Foto: Silke Brodersen)
Künstler auf der Naturinsel (Foto: Silke Brodersen)

 
Keschern auf der Naturweide - Rudi Rotbein Gruppe erlebt einen Nachmittag voller Natur zum Anfassen

Die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe trafen sich mit ihren
Betreuern Christine Pracht, Silke Brodersen und Ricky
Stankewitz (von links nach rechts) zum Keschern
(Foto: Katja Woidtke)
Ende Juni traf sich die Rudi Rotbein Gruppe des Naturschutzbundes (NABU) Langenhagen zum Keschern in Krähenwinkel. Gemeinsam untersuchten die Kinder das Kleingewässer auf der vor drei Jahren angelegten Naturweide und machten dabei tolle Entdeckungen.

Die kleinen Naturschützer waren mit Gummistiefeln und Regenhose bestens ausgestattet und begaben sich gut gelaunt mit Keschern, Töpfen und Bollerwagen auf den Weg zur Naturweide. Auf der Naturweide wartete schon Ricky Stankewitz auf die Gruppe. Gemeinsam mit Christine Pracht und Silke Brodersen half er den Kindern bei der Bestimmung der Tiere und Pflanzen. "Das sind ja dicke Brummer!" hieß es begeistert nach dem Entdecken besonders großer Kaulquappen. Die älteren Kinder wussten bereits, dass sich aus diesen Kaulquappen Frösche entwickeln. In einem Topf zeigten die Kinder auf die Larve eines Kammolches und fragten neugierig: "Was sind denn das für Büschel am Kopf?" "Die Büschel sind Kiemen, mit denen der Molch unter Wasser atmet", beantwortete Silke Brodersen den kleinen Forschern ihre Frage und zeigte ihnen anschließend ein besonderes Tier, das am Laichkraut entdeckt worden war: Eine Raupe mit Raupenköcher des Laichkraut-Zünslers. Der Laichkraut-Zünsler ist ein Schmetterling, dessen Raupen sich überwiegend unter Wasser entwickeln. Spannend fanden die Kinder auch die Stabwanze und Großlibellenlarve, die ausgiebig betrachtet wurden.

Als dunkle Wolken aufzogen, räumte die Gruppe ruckzuck Kescher und Behälter ein und machte sich wieder auf den Rückweg. Die Mädels waren dabei wiehernd als "Pferde" unterwegs und Leif zog den Bollerwagen. Am zweiten Teich angekommen, hatten sich die Wolken bereits verzogen und es wurde ein kleiner Zwischenstopp gemacht, um auch hier zu keschern. Die ersten Kinder traten an dieser Stelle bereits müde von den vielen Eindrücken ihren Heimweg an, während die anderen eine Runde Gummistiefelfußball spielten oder mit dem Kescher auf Erkundungstour gingen. Auf einmal machte es "Platsch" und eines der Kinder lag im Wasser. Echte Forscher lassen sich aber auch davon nicht die Laune verderben und gewärmt von Silkes Jacke war der erste Schreck schnell vergessen. Nach einem Nachmittag voller Natur zum Anfassen ging es für alle mit vielen, neuen Eindrücken wieder nach Hause.


 
       
  Kaulquappen von Wasser-
fröschen und Kammmolch (Foto: Katja Woidtke)
Stabwanzen können schwimmen und fliegen (Foto: Katja Woidtke) Libellenlarve
(Foto: Katja Woidtke)

 
NABU-Gruppe zu Besuch bei den letzten Rittern Niedersachsens

NABU-Gruppen zu Besuch bei den letzten Rittern
Niedersachsens              (Foto: Silke Brodersen)
Einen ganz besonderen Nachmittag konnten die NAJUs und die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe außerhalb des normalen Programmes zu Gast beim NVL am Wasserturm erleben. Das von BINGO unterstützte Projekt „Edelkrebse - die letzten Ritter Niedersachsens“ wurde von Fachleuten des Fachbereichs Fischerei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vorgestellt. Christine Hiegel und Volkmar Hinz begeisterten die Kleinen und Großen gleichermaßen mit ihrem Fachwissen und dem selbstverständlichen Umgang mit diesen seltenen Tieren.

Von den Flusskrebsen war ursprünglich nur der Edelkrebs heimisch und auch häufige Speise in Norddeutschland. Durch eingeschleppte amerikanische Flusskrebse wurde eine Pilzkrankheit, die Krebspest, eingeschleppt, die ab 1860 zum fast völligen Aussterben dieser Art führte. Diese jetzt selten gewordenen Edelkrebse werden nun mit Aufzuchtprogrammen gefördert.

Fasziniert untersuchte die Gruppe die mitgebrachten Edelkrebse und Signalkrebse. Hiegel erklärte den Kindern: „Hinter den Scheren könnt ihr die Tiere gefahrlos greifen, manchmal versuchen sie aber durch Rückstoß zu fliehen. Das spritzt dann ein bisschen.“ Beherzt probierten selbst die Kleinsten diesen Griff und bald wurden alle Krebse gewogen, vermessen und das Geschlecht bestimmt. „Oh ich habe ein Männchen, der hat ja Griffel unter dem Bauch“, meinte Rick während Antonia „oh wie süß“ beobachtete, wie die jungen Krebse unter den Panzer der Mutter schlüpften. Anschließend führte Volkmar Hinz die Gruppe nach draußen und die Kinder bekamen noch die Möglichkeit, ein kleines Krebsbiotop selbst zu gestalten. In den bereitgestellten Aquarien wurden fleißig Unterschlüpfe gebaut und liebevoll mit Wasserpflanzen dekoriert. Gespannt warteten die Kinder auf das Verhalten der Krebse. „Der kriecht rückwärts in den Topf“, stellte Dorothee fest, und auch der zweite Krebs suchte sich gleich einen Unterschlupf. Einige Krebse bekamen sofort Namen. So ging der Nachmittag mit „Herbert“, „Ursula“ und „Karl Heinz“ bald zu Ende und die Kinder und die Betreuerinnen Christine und Silke waren gleichermaßen begeistert von dieser Aktion. Danke für dieses Erlebnis!


 
       
  Die Kinder konnten Aquarien
für die Flusskrebse einrich-
ten    (Foto: Silke Brodersen)
Mit Wasserpflanzen, Steinen und Tontöpfen wurden die Aquarien eingerichtet
(Foto: Silke Brodersen)
Herbert und Ursula nutzten ihren Unterschlupf
(Foto: Silke Brodersen)

 
Akrobaten der Lüfte - Rudi Rotbein Gruppe war den Greifvögeln auf der Spur

Silke Brodersen stellt den Kindern der Rudi Rotbein Gruppe
verschiedene Greifvögel vor               (Foto: Katja Woidtke)
Rund um das Thema "Greifvögel" drehte sich alles beim letzten Treffen der Rudi Rotbein Gruppe im Wietzepark. Silke Brodersen hatte extra für diesen Termin Präparate von Sperber, Mäusebussard und Habicht aus dem Schulbiologiezentrum Hannover mitgebracht und konnte den Kindern gemeinsam mit Christine Pracht allerhand Spannendes aus dem Leben der Greifvögel berichten.

Zu Beginn stellte Brodersen den "Vogel des Jahres 2015" vor. Der Habicht ist ein Waldbewohner und Ansitzjäger, der auf einem Baum oder in einem Gebüsch sitzt und dort auf seine Beute wartet. Durch seinen Körperbau kann er schnell starten und besonders wendig fliegen. Silke Brodersen zeigte den Kindern den langen Schwanz des Habichts, an dem er gut vom Mäusebussard zu unterscheiden ist. Im Gegensatz zum scheuen Habicht ist der Mäusebussard oft am Himmel zu beobachten, wenn er dort seine Kreise zieht. Brodersen hatte auch das Präparat eines Sperbers dabei. Dieser sieht dem Habicht zum Verwechseln ähnlich. Er ist allerdings kleiner und zierlicher. Interessiert schauten sich die Kinder die kräftigen Krallen, den spitzen, gebogenen Schnabel und die scharfen Augen des Sperbers an.

"Wisst ihr, warum Eulen fast lautlos fliegen können?" wollte Silke Brodersen von den Kindern wissen und konnte am Präparat eines Waldkauzes den besonderen Federaufbau erklären. "Eulen haben ganz weiche Federn, so dass es kaum zu Reibungsgeräuschen mit der Luft kommt", erklärte Brodersen. "Dadurch können sie ihre Beute überraschen." Ganz anders dagegen jagt der Falke, der im Rüttelflug am Himmel steht und von dort Ausschau nach Mäusen und anderen Beutetieren hält. "Falken haben sich gut an das Leben in der Stadt angepasst. In Langenhagen brüten Turmfalken seit Jahren am Wasserturm im Eichenpark", konnte Brodersen berichten.

Wie junge Greifvögel schnappten sich die Kinder Erdnüsse mit den Zehen (Foto: Katja Woidtke)
Nach so viel spannenden Informationen zu den Greifvögeln flitzten die Kinder zur Wiese, um dort ihre Sportlichkeit und ihr Geschick bei passenden Spielen zum Thema zu zeigen. "Da oben ist ein Falke!" hieß es auf einmal und tatsächlich entdeckte die Gruppe am Himmel einen Falken, der rüttelnd auf der Stelle flog und seinen Blick auf der Suche nach Beute nach unten auf die Wiese richtete. Bei dem starken Wind war das ziemlich anstrengend und immer wieder flog der Falke in ein Gebüsch, um dort auszuruhen. Gespannt beobachteten die Kinder den Greifvogel, ehe sie mit Betreuerin Christine Pracht das erste Spiel starteten. In einem Staffellauf ging es in drei Gruppen mit ihrer "Beute" im Slalom zwischen Bäumen hindurch. Dabei durfte das Stofftier, das als Futter für die Brut gedacht war, nicht verloren werden und die Kinder konnten zeigen, dass sie mindestens so wendig und schnell flitzen können wie ein Habicht fliegen kann. "Versucht einmal eine Erdnuss mit den Zehen zu greifen!" forderten die Betreuerinnen anschließend die Kinder auf und verteilten Erdnüsse auf der Wiese. Unter Gekicher wurden Schuhe und Strümpfe ausgezogen und die kleinen "Greifvögel" schnappten sich geschickt ihre Beute mit den Zehen. Die Beute von einem Fuß zum anderen weiterzugeben war da schon etwas schwieriger. Beim nächsten Fangspiel konnten sich die Kinder wieder richtig auspowern und gemeinsam mit den Erwachsenen in die Rollen von Habicht, Taube und Kaninchen schlüpfen. Zum Abschluss des spannenden Nachmittags durften die "jungen Habichte" weiße Mäuse naschen. Spielerisch lernte die Rudi Rotbein Gruppe so das Leben der Greifvögel kennen, und am Abend sind sicher viele Kinder müde in ihre Betten gefallen.


 

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